Baden-Württemberg setzt nach den Worten seines Innenministers Thomas Strobl (CDU) die von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) geforderten Ankerzentren bereits um.

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Das baden-württembergische Modellprojekt in Heidelberg und weiteren Aufnehmestellen sei praktisch das Vorbild für die Ankerzentren, sagte Strobl am Montag in Berlin vor Beginn einer CDU-Präsidiumssitzung.

"Wir praktizieren das in Baden-Württemberg schon", sagte er. Es wäre schön, wenn andere Bundesländer folgen würden.

Strobl verlangt Aufklärung des Bamf-Skandals

Strobl verlangte eine schonungslose Aufklärung der Unregelmäßigkeiten im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf). Und gegebenenfalls müssten Konsequenzen gezogen werden. Er habe aber den Eindruck, dass Seehofer hier bereits entschieden vorgehe, sagte Strobl.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) zeigte sich emotionslos, was die die Forderung vor allem der FDP nach einem Untersuchungsausschuss betreffe. In großen Behörden, wo möglicherweise Strukturen nicht mehr richtig funktionierten, müsse umstrukturiert werden.

Strobl und Klöckner verteidigen Angela Merkel

Strobl und Klöckner wiesen Äußerungen von SPD-Vize Ralf Stegner in der "Welt" entschieden zurück. Stegner hatte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vorgeworfen, sie "drückt sich vor ihrer eigenen Verantwortung. Sie schweigt, tut nichts und will den Kontrollverlust im Bamf aussitzen".

Strobl sagte: "Der Kollege Stegner ist völlig von der Rolle." Er vergesse offensichtlich, dass Union und SPD im Bund eine Koalition hätten.  © dpa

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