• Ukraines Ex-Präsident Janukowitsch hat sich zum Krieg geäußert.
  • Er rät dem aktuellen Präsidenten Selenskyj zur Aufgabe.
  • Janukowitsch gilt als Putin-Freund und lebt seit Jahren in Russland.

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Der ehemalige ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch hat dem amtierenden Staatschef Wolodymyr Selenskyj im Krieg gegen Russland zum Aufgeben aufgefordert. "Sie persönlich sind verpflichtet, das Blutvergießen zu beenden und ein Friedensabkommen um jeden Preis zu erzielen", schrieb der moskau-nahe Politiker in einer Botschaft, die die russische Staatsagentur Ria Nowosti am Dienstag verbreitete. "Das erwarten die Ukraine, der Donbass und Russland von Ihnen." Auch Kiews Partner im Westen würden einen solchen Schritt begrüßen.

Janukowitsch wurde in der Ukraine zu 13 Jahren Haft verurteilt

Der als äußerst korrupt geltende Janukowitsch wurde 2014 von prowestlichen Demonstranten gestürzt. Seither lebt der 71-Jährige in Russland. In seiner Heimat wurde er in Abwesenheit wegen Landesverrats zu 13 Jahren Haft verurteilt. Ukrainische Medien berichteten unlängst, der Kreml wolle Janukowitsch wieder als Präsidenten einsetzen.

Selenskyj habe die Wahl 2019 nur gewonnen, weil er versprochen habe, den Konflikt in seinem Land zu beenden, schrieb der Ex-Präsident. "Sie hätten der Friedenspräsident sein können, aber dies ist leider nicht geschehen. Sie träumen wahrscheinlich davon, ein echter Held zu werden! Aber Heldentum kann nicht vorgetäuscht werden, es geht nicht darum, bis zum letzten Ukrainer zu kämpfen. Es liegt in der Selbstaufopferung, im Sieg über seinen eigenen Stolz und Ehrgeiz, um Menschenleben zu retten."  © dpa