• Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine sind die ersten Geflüchteten in Deutschland angekommen.
  • Noch handele es sich laut Behördenangaben um sehr wenige Menschen.
  • Indes bereitet sich Deutschland auf die Aufnahme tausender Menschen vor.

Mehr News zum Krieg in der Ukraine finden Sie hier

Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine sind die ersten Kriegsflüchtlinge in Deutschland eingetroffen. Ihre Zahl war aber zunächst noch relativ gering. An der sächsisch-polnischen Grenze bei Görlitz sei seit Freitag eine einstellige Zahl von Menschen aus der Ukraine angekommen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Pirna am Samstag. In Brandenburg nahm die Erstaufnahmeeinrichtung in Eisenhüttenstadt bis zum Samstagmittag nach eigenen Angaben sechs Geflüchtete auf. Eine ukrainische Familie traf in Brandenburg/Havel ein. Die Stadt Hamburg hatte bereits am Freitag drei bis vier Flüchtlinge im Ankunftszentrum der Hansestadt registriert.

Lesen Sie auch: Alle aktuellen Informationen rund um Russlands Krieg gegen die Ukraine in unserem Live-Blog

Scholz hatte mit Ministerpräsidenten am Freitag über Aufnahme von Geflüchteten beraten

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und die Ministerpräsidenten der Länder hatten am Freitag über die mögliche Aufnahme von Flüchtlingen beraten. Allein Brandenburg macht sich nach den Worten von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) bereit für mindestens 10.000 Ukraine-Flüchtlinge in den nächsten Tagen. Schon dieses Wochenende hält Brandenburg nach offiziellen Angaben 800 Plätze bereit.

Auch Niedersachsen bereitet sich auf die Aufnahme von Geflüchteten aus der Ukraine vor und wird seine Kapazitäten noch erweitern, wie Innenminister Boris Pistorius (SPD) im NDR sagte. Völlig offen ist, wie viele Flüchtlinge es aus der Ukraine geben könne - laut Pistorius könnten das ein paar Hunderttausend, aber auch eine Million oder zwei Millionen Menschen sein. Thüringen kann nach Angaben von Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) und Migrationsminister Dirk Adams (Grüne) sofort etwa 3.000 Menschen aus der Ukraine aufnehmen.  © dpa