• Ungewöhnlich undiplomatische Reaktion der deutschen Botschaft in Südafrika.
  • Ausgangspunkt war ein Tweet der dortigen diplomatischen Vertretung Russlands.

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Eine ungewöhnliche Reaktion der deutschen Botschaft in Südafrika auf einen Tweet der dortigen diplomatischen Vertretung Russlands hat in den sozialen Medien für Aufsehen gesorgt.

Die russische Botschaft hatte sich im Kurznachrichtendienst Twitter für "zahlreiche Solidaritätsschreiben von Südafrikanern - sowohl Einzelpersonen wie Organisationen" bedankt und geschrieben: "Wir schätzen Ihre Unterstützung und sind froh, dass Sie heute an unserer Seite stehen, da Russland - wie vor 80 Jahren - den Nazismus in der Ukraine bekämpft."

Die Deutsche Botschaft in der Hauptstadt Pretoria reagierte darauf mit dem Hinweis: "Sorry, aber da können wir nicht still bleiben, das ist einfach zu zynisch." Russland schlachte in der Ukraine aus Eigennutz Männer, Frauen und Kinder ab, das sei definitiv keine Nazi-Bekämpfung. "Schande auf jeden, der drauf reinfällt", heißt es in der Reaktion, die mit dem Nebensatz in Klammern endet: ("Leider sind wir eine Art Experten, wenn es um Nazismus geht).

Seit 24. Februar führt Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Präsident Wladimir Putin ließ von mehreren Seiten russische Bodentruppen einmarschieren und er lässt das Nachbarland aus der Luft bombardieren. Zuvor hatte Putin in einer langen Fernsehansprache das Existenzrecht der Ukraine als eigenständiger Staat in Zweifel gezogen und die Anerkennung der sogenannten Volksrepubliken Donezk (kurz DNR) und Luhansk (LNR) in der Ostukraine verkündet.

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