Nach seiner schwierigen Wahl hat Berlins neuer Regierender Bürgermeister Kai Wegner an seine schwarz-rote Koalition appelliert, an einem Strang zu ziehen und an die Arbeit zu gehen. "Die Berlinerinnen und Berliner erwarten jetzt eine Regierung, die zusammen arbeitet - nicht gegeneinander arbeitet - und die Probleme anpackt", sagte der CDU-Politiker am Samstagabend dem rbb.

Mehr aktuelle News

Man müsse die Menschen in der Stadt überzeugen, "auch den einen oder anderen in den eigenen Reihen, sowohl in der CDU als auch in der SPD".

Wahl im dritten Anlauf

Wegner war am Donnerstag erst im dritten Anlauf im Abgeordnetenhaus gewählt worden. Obwohl die Koalitionspartner CDU und SPD dort 86 Stimmen haben, erhielt er im ersten Wahlgang nur 71, im zweiten dann 79 Stimmen. Im dritten Anlauf kam er auf 86, doch erklärte die AfD, für ihn gestimmt zu haben. "Ich glaube, dass die AfD lügt", sagte Wegner in der rbb-Abendschau. Seine 86 Stimmen seien die von CDU und SPD gewesen. "Im dritten Wahlgang stand die Koalitionsmehrheit."

Distanz zu den Grünen

Seine Senatsmannschaft sei nun hochmotiviert, fügte der Regierungschef hinzu. Er gebe vor allem auf der Ebene der Staatssekretäre viel Verwaltungserfahrung, so dass man vom ersten Tag an in die Arbeit kommen könne. Er ging deutlich auf Distanz zu den Grünen, mit denen er zeitweise die Möglichkeit einer Koalition sondiert hatte. Die Grünen verfolgten eine ideologische Politik und legten Schablonen über die ganze Stadt. Er hingegen wolle passgenaue Angebote und pragmatische Lösungen, sagte Wegner.  © dpa

JTI zertifiziert JTI zertifiziert

"So arbeitet die Redaktion" informiert Sie, wann und worüber wir berichten, wie wir mit Fehlern umgehen und woher unsere Inhalte stammen. Bei der Berichterstattung halten wir uns an die Richtlinien der Journalism Trust Initiative.