Die Polizei hat in Mecklenburg-Vorpommern einen Terrorverdächtigen in Gewahrsam genommen. Der Mann verstieß gegen die auferlegte Meldepflicht.

Nach dem Verstoß gegen die ihm auferlegte Meldepflicht hat die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern einen unter Terrorverdacht geratenen Mann aus Güstrow erneut festgesetzt. Er sei von Einsatzkräften in seiner Wohnung aufgegriffen worden, teilte das Innenministerium am Samstag in Schwerin mit.

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Ein Haftrichter ordnete demnach die Gewahrsamnahme für die Dauer der Segelveranstaltung Hanse Sail in Rostock an. Das Ministerium betonte, es gebe keine Erkenntnisse über eine aktuelle Anschlagsgefahr in dem Bundesland.

Rostock in Panik wegen Hanse Sail

Die Stadt Rostock hatte offenbar aus Sorge um die Sicherheit der Hanse-Sail-Besucher erwirkt, dass sich der Güstrower für die Dauer der Veranstaltung nicht in Rostock aufhalten darf und sich regelmäßig bei der Polizei melden muss. Das zuständige Gericht teilte mit, der Mann sei der Anordnung zur täglichen Meldung nicht nachgekommen. Zur Hanse Sail an diesem Wochenende werden etwa eine Million Gäste erwartet.

Der Mann hatte gemeinsam mit einem Brüder-Paar unter Terrorverdacht gestanden. Die Behörden setzten das Trio Ende Juli mit einem Großaufgebot fest, weil sie die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat befürchteten. Die Ergebnisse der Hausdurchsuchungen erhärteten den Verdacht jedoch nicht, so dass die an den Ermittlungen beteiligte Bundesanwaltschaft keinen Grund sah, Haftbefehle zu beantragen.

Anträge der Polizei auf Gewahrsamnahme lehnten die Gerichte ab. Landesinnenminister Lorenz Caffier (CDU) steht wegen zahlreicher offener Fragen in dem Fall in der Kritik der Opposition. Das Brüder-Paar befindet sich in Abschiebehaft.

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© dpa