Bundesagrarminister Cem Özdemir will eine nachhaltige Nutzung von Moorflächen voranbringen. "Moorschutz lohnt sich fürs Klima – und wir investieren jetzt darin, dass sich Moorschutz auch für die Landwirtschaft und Unternehmen lohnt", sagte der Grünen-Politiker am Mittwoch zum Auftakt einer Sommertour durch ländliche Räume in mehreren Bundesländern.

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Erste Station war das Projekt "WetNetBB" in Brandenburg an der Havel. Bei einem Termin im Ortsteil Gollwitz übergab Özdemir Förderbescheide im Wert von 18,4 Millionen Euro an die Projektpartner.

Bei dem auf neun Jahre angelegten Modell- und Demonstrationsvorhaben soll auf vier trockengelegten Moorflächen in Brandenburg der ursprüngliche Wasserstand wieder hergestellt werden. Auf den wieder nassen Flächen soll dann eine neue landwirtschaftliche Nutzung entwickelt werden - etwa mit Pflanzen, die als Torf-Ersatz oder Baumaterial verwendet werden können.

Koordiniert wird das Vorhaben vom Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie. Vorgesehen ist auch begleitende Forschung zu Umweltauswirkungen wie klimarelevanten Emissionen, Artenvielfalt und Wasserhaushalt im Boden. Zudem sollen neue Verfahren und Wertschöpfungsketten in die Praxis überführt werden, wie es von den Initiatoren hieß.  © dpa

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