Offenbar sind in Nordkorea Hunderttausend politisch Gefangene inhaftiert - unter "entsetzlichen" Bedingungen. Das geht aus einem Bericht des US-Außenministeriums hervor.

Die US-Regierung geht davon aus, dass das kommunistische Regime in Nordkorea zwischen 80.000 und 120.000 politische Gefangene in Lagern festhält.

Diese Schätzung geht aus einem Bericht zur Religionsfreiheit im Jahr 2017 hervor, den das US-Außenministerium am Dienstag veröffentlichte.

Einige der Gefangenen seien aus religiösen Gründen inhaftiert worden, heißt es darin. Die Bedingungen in den abgelegenen Lagern seien "entsetzlich".

Nordkorea hatte in den vergangenen Jahren auch immer wieder Ausländer festgenommen. Vor drei Wochen ließ das abgeschottete Regime drei US-Bürger frei.

Das galt als Geste des guten Willens vor dem Treffen zwischen dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump.

Dieser hatte den Gipfel in der vergangenen Woche abgesagt, die Vorbereitungen dafür wurden aber schon direkt danach wieder in Gang gesetzt. (cai/dpa)