Es wäre ein deutliches Signal der Deeskalation nach den jüngsten Verstimmungen: Nordkorea soll laut mehreren übereinstimmenden Medienberichten zufolge sein Atomtestgelände unbrauchbar gemacht haben.

Nordkorea hat sein Atomtestgelände unbrauchbar gemacht. Das berichteten der Sender Sky News und die Agentur Associated Press am Donnerstag.

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Einer seiner Korrespondenten sei vor Ort Zeuge mehrerer Explosionen geworden, berichtete der US-Sender CBS am Donnerstag:

Als Zeichen der Bereitschaft zu einer Deeskalation hatte Pjöngjang die Zerstörung des Atomtestgeländes Punggye Ri für diese Woche angekündigt.

Bereits zuvor waren einige wichtige Einrichtungen an den Eingängen des weitläufigen Testgeländes Punggye-ri im Nordosten des Landes seien abgerissen worden. Zudem seien Gleise zu den Tunneln beseitigt worden, berichteten die Experten der auf Nordkorea spezialisierten Nachrichtenseite "38 North" des US-Korea-Instituts.

Vor dem Gipfeltreffen mit den USA hat Nordkorea den Ton weiter verschärft und erneut mit einer Absage der Gespräche über sein Atomprogramm gedroht. 

Mit der Schließung des in einer Bergregion liegenden Komplexes will das abgeschottete Land vor der Welt seine Bereitschaft zum Abbau seines Atomwaffenprogramms demonstrieren. In Punggye-ri hatte Nordkorea seine sechs Atomtests durchgeführt, den bisher letzten im September 2017.

Gipfeltreffen am 12. Juni fraglich

Am 12. Juni wollten sich US-Präsident Donald Trump und Nordkorea Machthaber Kim Jong Un in Singapur treffen.

Zuletzt gab es jedoch wieder vermehrt politische Unstimmigkeiten zwischen Washington und Pjöngjang, die den Gipfel wieder fraglich erscheinen lassen. Auch Trump und Kim selbst äußerten sich reserviert darüber, ob es überhaupt zu dem historischen Treffen kommen wird. (szu/dpa)