Wenn es nach Israels Regierungschef Netanjahu ginge, sollten alle Länder ihre Botschaften nach Jerusalem verlegen.

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Vor der Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem hat der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu alle Länder dazu aufgerufen, ihre Vertretungen ebenfalls zu verlegen. Dies sei der richtige Schritt und diene dem Frieden, sagte Netanjahu am Sonntag bei einer Feier mit US-Repräsentanten im israelischen Außenministerium in Jerusalem. "Man kann die Basis für Frieden nicht auf einer Lüge aufbauen", sagte der Regierungschef nach Angaben des Außenministeriums.

Trump lässt US-Botschaft verlegen

US-Finanzminister Steven Mnuchin war am Sonntag an der Spitze einer großen Delegation in Israel angekommen. Auch die Präsidententochter Ivanka Trump und ihr Ehemann Jared Kushner sind am Montag bei der Eröffnung der US-Botschaft dabei.

US-Präsident Donald Trump hatte im Dezember Jerusalem als Israels Hauptstadt anerkannt und die Verlegung der Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem angekündigt. Der Schritt stößt auf heftige Kritik der Palästinenser, die Ost-Jerusalem als Hauptstadt eines zukünftigen Palästinas sehen. Bei palästinensischen Protesten am Montag werden gewaltsame Konfrontationen mit israelischen Soldaten befürchtet.

Mnuchin sagte bei der Veranstaltung in Jerusalem: "Man darf es dem Iran nicht erlauben, Atomwaffen zu erlangen. Nicht in fünf Jahren, nicht in zehn Jahren, niemals." Das "destabilisierende Verhalten" Teherans könne nicht weitergehen. "Wir werden weiter eng mit Israel und all unseren Verbündeten zusammenarbeiten, um eine Lösung zu gewährleisten." Trump hatte den Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit Teheran angekündigt. Israel will es seinem Erzfeind Iran nicht erlauben, sich dauerhaft militärisch im Nachbarland Syrien zu etablieren. (dpa / mgw)