An der Grenze zum Gazastreifen hat die israelische Armee drei Palästinenser erschossen. Bei zweien soll es sich um islamistische Terroristen handeln.

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Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben am Sonntag drei Palästinenser an der Grenze zum Gazastreifen erschossen.

Sprengsätze auf israelische Soldaten

Zwei der mutmaßlichen Islamisten seien getötet worden, nachdem sie den Sperrzaun durchbrochen und Sprengsätze in Richtung der israelischen Soldaten geschleudert hätten, meldeten die Streitkräfte.

Kurz zuvor sei ein anderer Mann bei einem versuchten Grenzübertritt erschossen worden. Ein Vierter sei verletzt und festgenommen worden.

45 tote Palästinenser seit Ende März

Seit Wochen kommt es an der schwer gesicherten Grenze immer wieder zu Protesten und Zusammenstößen. So hatten am Freitag Hunderte von Menschen im Norden des Gazastreifens versucht, auf israelisches Gebiet vorzudringen.

Seit Ende März sind 45 Palästinenser bei Massenprotesten getötet worden.

Über 5.500 Verletzte

Mehr als 5.500 wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza verletzt, darunter laut UN 1739 durch Schüsse israelischer Sicherheitskräfte.

Auslöser ist der 70. Jahrestag der israelischen Staatsgründung, den die Palästinenser als Katastrophe ansehen. Die israelische Armee erklärt, sie schieße nur scharf, wenn eine Gefahr anders nicht abzuwenden sei.


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