Michelle Obama wird 56: Ihr Leben in der Öffentlichkeit

Als erfolgreiche Anwältin gab es für Michelle Obama zwar bereits ein Leben vor dem Weißen Haus, doch im Fokus der Öffentlichkeit steht sie erst, seit ihr Mann Barack Obama 2008 zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt wurde. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Als 2007 bekannt wurde, dass Barack Obama für das Präsidentschaftsamt in den USA kandidieren würde, war für Michelle Obama sofort klar, ihre Karriere hinten anzustellen und ihren Mann voll und ganz im Wahlkampf zu unterstützen.
Bereits zu dieser Zeit rückte die gebürtige Chicagoerin mehr und mehr in den Fokus der Öffentlichkeit, hielt sie doch für ihren Mann Wahlkampfreden, gab Interviews und redigierte sogar seine Reden.
Michelle Obama wurde schnell zum Liebling der Presse, denn ihre Reden spickte sie gerne mit ironischen Bemerkungen und Anekdoten aus dem Familienleben der Obamas. Die Show stahl sie ihrem Mann jedoch nie.
Ihr Engagement sollte sich auszahlen: 2008 wurde Barack Obama zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt und Michelle Obama somit zur First Lady.
Bei repräsentativen Auftritten war sie von da an stets an der Seite ihres Mannes zu sehen. Während Barack Obama mit seiner Politik überzeugte, war es bei der First Lady ihr sicherer und angemessener Stil - der sie sogar zur regelrechten Stilikone werden ließ, wie diese Tasche einer Dame beim Independence Dinner zeigt.
Ihr stilsicheres Auftreten dürfte sicher auch mit ein Grund dafür gewesen sein, dass Michelle Obama im März 2009 nicht nur einen seit 1929 typischen First-Lady-Bericht in der "Vogue" bekam, sondern nach Hillary Clinton auch das Cover zieren durfte. Im April 2013 wurde ihr diese Ehre erneut zuteil.
Als First Lady trat Michelle Obama sogar drei Mal als Schauspielerin im Fernsehen auf: In der Jugendserie "iCarly" (Bild), in der Jugendserie "Jessie" sowie in der Serie "Navy CIS" spielte sie sich in einer kleinen Gastrolle jeweils selbst.
2017 übergab sie ihr Amt als First Lady an ihre Nachfolgerin Melania Trump. Seitdem genießt das Ehepaar Obama sein Leben als Privatmenschen. Aus der Öffentlichkeit haben sie sich deshalb aber noch lange nicht verabschiedet - vor allem die ehemalige First Lady nicht.
Im November 2018 veröffentlichte sie ihre Memoiren "Becoming", die allein bis März 2019 über zehn Millionen Mal verkauft wurden.
Darin schreibt sie nicht nur über die Zeit als First Lady, sondern auch über Rassismus während ihrer Studienzeit in Princeton. Besonders interessant war jedoch, dass sie …
… auch über ihre Fehlgeburten und die künstliche Befruchtung berichtete, durch die sie ihre zwei Töchter Sasha und Malia bekam. Außerdem erzählte sie von einer Paartherapie, mit deren Hilfe die Obamas kontinuierlich an ihrer Ehe arbeiten.
Auftritte mit Oprah Winfrey (l.) sowie eine Lesereise, für die ganze Stadien angemietet wurden, verstärkten ihren Promi-Faktor nur noch.
2020 hat Michelle Obama zusammen mit ihrem Ehemann Barack Obama sogar eine Chance auf einen Oscar. "American Factory" ist in der Kategorie "Bester Dokumentarfilm" nominiert und wurde von Higher Ground Productions produziert - der Produktionsfirma der Obamas.
Sollte der Film mit einem Goldjungen ausgezeichnet werden, dürfte der Bekanntheitsgrad von Michelle Obama nur noch weiter steigen.