Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den bayerischen Verdienstorden erhalten. "Wenn man 16 Jahre Bundeskanzler ist, 5860 Tage, so hat man es mir aufgeschrieben, das allein überlebt und durchlebt zu haben, ist schon eine Leistung", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch bei der Ordensverleihung in der Münchner Residenz. Es sei der Respekt vor einer großen Lebensleistung. "Du hast uns (...) durch schwerste Krisen geführt, Krisen die nicht absehbar in der Dimension tief unser Land erschüttert haben."

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"Es ist mir eine große Ehre und ja, vielleicht auch nicht in die Wiege gelegt gewesen, dass Sie oder das du mir heute, lieber Markus Söder, den bayerischen Vertriebsort in diesem feierlichen Rahmen verleihst", sagte Merkel in ihrer Dankesrede.

Merkel habe in ihrer Amtszeit bewiesen, dass sie den Mut und den Kompass hatte, schwere Entscheidungen zu treffen, sagte Söder. Dies sei bei der Finanzkrise ebenso der Fall gewesen wie beim Ausstieg aus der Kernkraft und später bei der Migrationskrise. "Und mag nicht alles 100 Prozent perfekt sein, manche Entscheidungen sind auch mit 60 zu 40 oder 51 zu 49 Prozent zu entscheiden."

In der Corona-Krise sei Merkel gerade auch für das besonders betroffene Bayern immer im Einsatz gewesen und habe so geholfen, Menschenleben zu retten, sagte Söder, der sich persönlich für die Ratschläge Merkels in dieser Zeit bedankte. Gerade Bayern habe von Merkels Regierungszeit ganz besonders profitiert. "Mir geht es einfach darum, danke zu sagen."

Der Verdienstorden wird seit 1957 "als Zeichen ehrender und dankbarer Anerkennung für hervorragende Verdienste um den Freistaat Bayern und das bayerische Volk verliehen. Die Zahl der lebenden Ordensträger ist auf 2000 begrenzt. Zu den Ordensträgern zählten zuletzt etwa Fernsehmoderatorin Barbara Schöneberger, Schauspieler Christian Tramitz, Triathletin Anne Haug und Fußball-Bundestrainer Hansi Flick.  © dpa

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