Margot Honecker ist tot: Die Witwe des 1994 verstorbenen ehemaligen DDR-Staatschefs Erich Honecker ist in Chile gestorben.

Margot Honecker ist im Alter von 89 Jahren am Freitagmorgen in Santiago de Chile gestorben. Sie soll einem Krebsleiden erlegen sein. Das berichteten zuerst chilenische Medien unter Berufung auf Familienkreise. Mittlerweile hat auch die Deutsche Presseagentur ihren Tod bestätigt.

Honecker starb demnach im Beisein ihrer Tochter Sonja und einer Krankenschwester. Sie soll bereits an diesem Samstag auf dem Friedhof Parque del Recuerdo in Santiago beerdigt werden.

Die 89-Jährige ist die Witwe des ehemaligen DDR-Staatsratsvorsitzenden und SED-Parteichefs Erich Honecker. Seine Frau war von 1963 bis 1989 Ministerin für Volksbildung in der DDR.

Die Honeckers flohen 1991 nach Chile

Nach der Wende wurde gegen Erich Honecker mehrmals Haftbefehl erlassen. Darum flüchtete das Ehepaar 1991 über Moskau nach Chile. Erich Honecker starb im Mai 1994 ebenfalls in Santiago de Chile an Leberkrebs.

Auch gegen Margot Honecker gab es Strafanträge wegen Anordnung zur Zwangsadoption von Kindern, deren Eltern Republikflucht begangen haben oder wegen unmenschlicher Zustände in Jugendwerkhöfen der DDR.

Alle Ermittlungsverfahren mussten aber aufgrund mangelnder Beweislage eingestellt werden.

Das Vermögen der Honeckers wurde nach der Wende beschlagnahmt. Einen Prozess gegen die Bundesrepublik Deutschland um das Geld hatte Margot Honecker 1999 verloren. (am)