• Weil sie sich an ein Rubens-Gemälde klebten, hat das Amtsgericht München Strafbefehle gegen drei Klimaaktivisten erlassen.
  • Die Staatsanwaltschaft spricht von einer "erheblichen Geldstrafe".
  • Wahrscheinlich ist, dass es zu einem Gerichtsprozess kommt.

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Weil sie sich im August an ein Rubens-Gemälde in der Alten Pinakothek klebten, hat das Amtsgericht München Strafbefehle gegen insgesamt drei Klimaaktivisten erlassen. Einer davon richtet sich gegen einen Mann, der die Tat filmte, wie ein Gerichtssprecher am Freitag sagte. Ihm wird Beihilfe vorgeworfen.

Demnach legte die Staatsanwaltschaft eine "erhebliche Geldstrafe" fest. Zwei der drei Männer, die zur Protestgruppe Letzte Generation gehören, legten Einspruch gegen den Strafbefehl ein. Deswegen werde es zu einem Gerichtsprozess kommen, sagte der Sprecher. Termine standen noch nicht fest.

Ähnliche Vorfälle in ganz Europa

Am 28. August hatten sich zwei Aktivisten an dem Rahmen des Gemäldes "Der bethlehemitische Kindermord" von Paul Rubens aus dem 17. Jahrhundert geklebt. Ein weiterer Aktivist filmte die Aktion. Der Rahmen wurde nach Angaben des Museums beschädigt, als die Aktivisten mit Lösungsmittel davon getrennt wurden.

In den vergangenen Wochen kam es europaweit zu mehreren ähnlichen Vorfällen. Zuletzt wurde in Wien schwarze Flüssigkeit auf ein Klimt-Gemälde geschüttet. Weitere Aktionen gab es an einem Gemälde von Goya in Madrid, Warhols "Campbell's Soup" in Australien, Van Goghs "Sonnenblumen" in London oder Monets "Getreideschober" im Potsdamer Museum Barberini. (afp/fab)

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