Die kleine Rache des Souveräns

Wie Wähler die Plakate der Parteien "verschönern".

Vor der Bundestagswahl 1972 wuchsen Willy Brandt auf diesem Plakat Vampirzähne.
Stoiber wirkte auf den Gestalter dieses Plakates offenbar harmloser. Der CSU-Politiker bekam nur Hasenzähnchen.
Vor der Bundestagswahl 2005 hatten CDU-Helfer offensichtlich ein altes Kohl-Plakat hervorgeholt und mit einem Merkel-Plakat überklebt.
Dieses Motiv von Helmut Kohl aus dem Bundestagswahlkampf 1976 war ein beliebtes Ziel für Kritzeleien. Hier wurden ihm Vampirzähne verpasst.
Ein anderer unbekannter Künstler verlieh Helmut Kohl eine feminine Nuance.
Im Bundestagswahlkampf 2002 entdeckte Fotograf Gundlach dieses Plakat des damaligen Kanzlers Gerhard Schröder.
Ob dieser fingierte Spruch eine Auswirkung auf den Wahlkampf hatte ist äußerst unwahrscheinlich. Fakt ist, dass Herausforderer Kohl (CDU) die Bundestagswahl gegen Kanzler Helmut Schmidt (SPD) verlor.
Wilfried Hasselmanns (CDU) Gesicht wurde auf diesem Wahlplakat aus dem Jahr 1976 komplett überpinselt.
Ein pessimistischer Bürger muss diesen Spruch neben Rudolf Scharping platziert haben. Zumindest an der Regierung änderte sich allerdings tatsächlich nach der Bundestagswahl 1994 nichts: Scharping konnte Kohl nicht aus dem Kanzleramt verdrängen.
Der Kopf von Hans-Ulrich Klose wurde auf diesem Plakat zur Hamburger Bürgerschaftswahl 1978 einfach überklebt.
Der Autor dieser Kommentare hielt offenbar nicht viel von der SPD-Führung im Jahr 1994.
Hans-Dietrich Genscher wurden 1983 Hasenohren gemalt. Trotzdem blieb er auch nach der Bundestagswahl Außenminister.
1987 setzte sich Helmut Kohl mit seiner CDU gegen den Kanzlerkandidaten Johannes Rau von der SPD durch - aller Schmierereien zum Trotz.
1976 wird dieses Wahlplakat sehr in Mitleidenschaft gezogen außerdem gewinnt Helmut Schmidt (SPD) die Bundestagswahl gegen seinen Kontrahenten Helmut Kohl (CDU).