Grünen-Parteichefin Claudia Roth hält die Absage Joschka Fischers an eine Rückkehr in die Bundespolitik laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung für endgültig.

Roth sagte dem Blatt: "I am convinced! Joschka war immer einer, der meint, was er sagt." Zugleich wies sie die Frage nach einem eigenen grünen Kanzlerkandidaten als verfrüht zurück. Roth: "Das ist doch ferne Zukunft, und ich habe keine Glaskugel zu Hause. Wir beschäftigen uns mit den relevanten Fragen von heute. Jetzt geht es darum, wirklich aus der Atomkraft auszusteigen. Da sind wir auch bereit zu einem neuen Konsens, falls die Bundesregierung es ernst meinen sollte. Union und FDP wechseln die Positionen ja tagesaktuell." Zunächst wollten die Grünen bei den anstehenden drei Landtagswahlen gut abschneiden.

Zugleich erteilte Roth schwarz-grünen Gedankenspielen eine klare Absage: "Von der Union trennt uns nicht nur die Atomfrage! Es geht auch um Mindestlöhne, eine gerechte Gesundheits- und Bildungspolitik, um eine andere Integrationspolitik und echten Datenschutz. Bei allen Unterschieden haben wir immer noch die größten Schnittmengen mit der SPD. Die Union wirft uns doch nur deshalb heiße Blicke zu, weil ihr Partner FDP in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden droht."