Stuttgart (dpa) - In Baden-Württemberg ist nach fast sechs Jahrzehnten unter CDU-Führung ein Machtwechsel so gut wie sicher. Nach den Prognosen von ARD und ZDF kamen SPD und Grüne bei der Landtagswahl am Sonntag auf eine klare Mehrheit

Die CDU von Ministerpräsident Stefan Mappus wurde trotz deutlicher Verluste stärkste Partei, die FDP muss um den Einzug in den Landtag bangen. Die CDU kommt auf 38 bis 38,5 Prozent. Die Grünen liegen bei 24,5 bis 25 Prozent, die SPD bei 23,5 Prozent. Die FDP liegt zwischen 5 und 5,2 Prozent. Die Linkspartei scheitert an der Fünf-Prozent-Hürde.

Die SPD muss sich in Rheinland-Pfalz nach der Landtagswahl vom Sonntag einen Koalitionspartner suchen. Nach ersten Prognosen von ARD und ZDF verlieren die Sozialdemokraten ihre absolute Mehrheit deutlich und landen bei 35,5 bis 36 Prozent.

Die CDU gewinnt hinzu und erringt 34 bis 35,5 Prozent. Die Grünen kommen auf 15 bis 17 Prozent. Sie waren bisher nicht im Landtag vertreten. Die FDP scheitert ebenso wie die Linke an der Fünf-Prozent-Hürde.

Landesweit waren 3,1 Millionen Bürger zur Wahl aufgerufen. Um die 101 Sitze im 16. Landtag von Rheinland-Pfalz hatten sich 655 Kandidaten beworben. Zugelassen zur Wahl waren die Landes- und Bezirkslisten von zwölf Parteien - drei weniger als 2006. Aus bundesweiter Sicht stand die Abstimmung an Rhein und Mosel etwas im Schatten der gleichzeitigen Landtagswahl im benachbarten Baden-Württemberg.