Der Ostseerat sieht die Munitionsräumung als gemeinsame Aufgabe der Anrainerstaaten. Trotz abweichender Prioritäten müsse dies von allen Staaten gemeinsam angegangen werden, sagte der Generaldirektor des Ostseerats, Grzegorz Poznanski, am Freitag in Wismar. Egal ob konventionelle oder chemische Kampfstoffe eher in den nördlichen oder südlichen Gewässern der Ostsee liegen, die Gefahr, die hiervon ausgehe, betreffe die gesamte Ostsee.

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In der Hansestadt beraten die Außenministerinnen und Außenminister der Ostseeanrainer vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs in der Ukraine über eine stärkere Abstimmung. Die Mitgliedschaft Russlands im Ostseerat war Anfang März 2022 ausgesetzt worden. Daraufhin erklärte Moskau im Mai 2022 seinen Austritt. Bis zum Angriff auf die Ukraine war der Rat eine der Runden, in denen konkrete Zusammenarbeit bei Fachthemen mit Moskau möglich war.

Am Vormittag tauschten sich die Ministerinnen und Minister mit Jugendlichen aus, bevor sie zu einer Arbeitssitzung zusammenkamen. Kernthema soll hier die verstärkte Zusammenarbeit in Sicherheits- und Energiefragen sein. Am Mittag ist eine Abschlusspressekonferenz geplant.

Deutschland hat noch bis Ende Juni den Vorsitz des Ostseerats. Der 1992 gegründeten Organisation mit Sitz in Stockholm gehören außer Deutschland auch Norwegen, Dänemark, Estland, Finnland, Litauen, Lettland, Polen, Schweden, Island und die EU an.  © dpa

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