G20-Randale und Folgen

Beim G20-Gipfel am 7. und 8. Juli in Hamburg trafen sich die Staats- und Regierungschefs der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer. Bei Demonstrationen kam es zu schweren Ausschreitungen, die die politischen Gipfel-Ergebnisse in den Hintergrund rückten. Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz entschuldigte sich öffentlich. Es entzündete sich eine hitzige Debatte über die Ursachen und Folgen der G20-Randale sowie die Existenzberechtigung linksextremer Wirkungsstätten. Auch Linken-Politikerin Katja Kipping bedauerte ihren Vorwurf gegen Polizei bei der G20-Randale. Alle aktuellen News, Hintergründe und Informationen zum G20-Gipfel in Hamburg sowie den Ausschreitungen und die Aufarbeitung finden Sie hier.

Nach den schweren Ausschreitungen am Donnerstag hatte es auch zum Auftakt des G20-Gipfels in Hamburg am Freitag wieder Konfrontationen zwischen Demonstranten und der Polizei gegeben. Die bisherigen Ereignisse des Tages in der Ticker-Nachlese.

Der erste Prozess nach den G20-Krawallen endet mit einem Paukenschlag: Der Richter fällt ein deutlich härteres Urteil als die Staatsanwältin gefordert hat. Er begründet dies mit einer Gesetzesänderung - die er ausdrücklich gutheißt.

Anfang Juli wurde Hamburg Opfer von schweren Ausschreitungen im Rahmen des G20-Gipfels. Rund einen Monat später ist nun die erste Anklage gegen einen mutmaßlichen Gewalttäter erhoben worden.

Nach einer irrtümlichen Festsetzung eines Busses mit Demonstranten beim G20-Gipfel in Hamburg ermittelt nun die Staatsanwaltschaft gegen Polizeibeamte.

Vor dem G20-Gipfel wurden mehrere Berliner Polizeibamten aufgrund einer ausschweifende Feier nach Hause geschickt. Einer der leitenden Beamten ist nun von seiner Funktion entbunden worden.

BKA-Präsident Münch sieht wenig Gefahr durch Linksextremisten in Deutschland. Die größere Gefahr gehe vom rechten Spektrum aus.

Die Krawalle beim G20-Gipfel haben einen Millionenschaden verursacht. Zu diesem Ergebnis kommen die deutschen Versicherer. Allein ein Drittel entfällt auf beschädigte oder zerstörte Autos.

Nach den Vorfällen rund um den G20-Gipfel verteidigt der Hamburger Polizeipräsident Ralf Martin Meyer den Einsatz seiner Behörde. Laut seinen Angaben haben sich zudem mehrere Einheiten wegen Lebensgefahr geweigert, in das Schanzenviertel vorzurücken.

Verfassungsschützer haben das Kanzleramt, mehrere Ministerien und den Hamburger Senat einem Medienbericht zufolge wenige Tage vor dem Start des G20-Gipfels detailliert vor einem Gewaltausbruch in der Hansestadt gewarnt. 

Ihr Verhalten im Einsatz bei den G20-Krawallen in Hamburg hat für mindestens 35 Polizisten ein juristisches Nachspiel. 

Linken-Chefin Katja Kipping bedauert es, beim G20-Gipfel in Hamburg eingesetzte Polizisten des "Marodierens" beschuldigt zu haben.

Der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz wurde am Donnerstag im Hamburger Schanzenviertel von Polizisten freundlich empfangen, allerdings gab es auch Pöbeleien von einer Gruppe junger Männer.

Der Ausschluss von Journalisten vom G20-Gipfel wirft immer neue Fragen auf. Wie geht Deutschland mit Pressevertretern um, die Sicherheitsdienste für verdächtig halten? Ein Bericht legt nahe, dass sie heimlich beobachtet werden - die Bundesregierung widerspricht.

Eigentlich sind sie für Terrorlagen zuständig, die Spezialeinheiten der Polizei. Oder für andere Gefahrensituationen, in denen es ums nackte Leben geht. Demos gehören nicht ins Portfolio der SEK. Bei den Krawallen während des G20-Gipfels kamen sie aber zum Einsatz.

Pressefreiheit, Datenschutz, Persönlichkeitsrechte - das zählt viel in Deutschland. Oder? Nach dem G20-Gipfel muss die Bundesregierung sich für den Umgang mit Journalisten rechtfertigen.

Vier Tage nach Ende des G20-Gipfels hat sich Hamburgs BürgermeisterOlaf Scholz (SPD) zu Beginn seiner mit Spannung erwarteten Regierungserklärung entschuldigt.

Nach den G20-Krawallen hielten sich Union und SPD auf Bundesebene mit persönlichen Schuldzuweisungen bisher zurück. Nun kommt Vizekanzler Gabriel und poltert gegen den Koalitionspartner - und Merkel. Der Ton ist ungewöhnlich. Unions-Leute halten dagegen.

Die Krawalle rund um den G20-Gipfel stehen im Zentrum der Regierungserklärung von Hamburgs Bürgermeister Scholz. Rot-Grün will einen Sonderausschuss zur Aufarbeitung der Ausschreitungen einsetzen.

Trupps von Gewalttätern zogen rund um den G20-Gipfel durch Hamburg und hinterließen eine Spur der Verwüstung. Die Suche nach den Tätern läuft - und die Strafverfolgung. Keine einfache Angelegenheit.

Die "Rote Flora" in Hamburg ist das am längsten besetzte Gebäude Deutschlands. Jetzt wird der Ruf nach Räumung laut. Doch so einfach ist das nicht.

Hamburg dankt den Einsatzkräften nach dem G20-Gipfel: Nun gibt es ein Gratiskonzert in der Elbphilharmonie für die Beamten - und ihre Partner.

Justizminister Heiko Maas hat sich nach den Krawallen auf dem G20-Gipfel an die Mitgliedsstaaten der EU gewandt. Er bittet um aktive Mithilfe bei der Fahndung nach den Straftätern.

Die schweren Krawalle im Umfeld des G20-Gipfels wirken nach. Nun fordern Politiker die Räumung des linksautonomen Zetrums "Rote Flora" in Hamburg.

Thomas de Maizière hat die Gewalttäter während des G20-Gipfels mit Neonazis und islamistischen Terroristen verglichen. Der Bundesinnenminister betonte zudem, dass es solche Gipfel auch weiterhin in großen Städten geben werde.

Nach den schweren Ausschreitungen beim G20-Gipfel ist die Kritik an Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz und an Kanzlerin Angela Merkel groß. Welche Fehler gemacht wurden und welche Reaktionen auf die Krawalle gefordert werden.

Der G20-Gipfel wurde überschattet von heftigen Krawallen. Die politischen Entscheidungen gingen nahezu unter. Was erreicht wurde und wo es keine Einigung gab.

Wegen der schweren Ausschreitungen rund um den G20-Gipfel steht der Regierende Bürgermeister von Hamburg in der Kritik. Während der Bund Deutscher Kriminalbeamter das Sicherheitskonzept kritisiert, bekommt Scholz vom politischen Gegner Unterstützung.

Was ist die richtige Konsequenz aus der Gewalt am Rande des G20-Gipfels? Geht es nach Union und FDP, müssen Linksextreme in Deutschland mit einem harten Durchgreifen des Staates rechnen.

Bei Grenzkontrollen vor dem G20-Gipfel hat die Polizei nach einem Bericht der Zeitungen der Funke-Mediengruppe mehrere hundert Straftäter gefasst.

Die Kanzlerin hätte aus dem G20-Gipfel gern Profit für den Wahlkampf gezogen, doch Gewalt überschattet das Weltereignis. Deutschlands Ansehen ist beschädigt, sagt Gabriel. Die Polizei hat keine Schuld, sagt Hamburgs Bürgermeister. Die politischen Konsequenzen sind offen.

Isolation? Handelskrieg? Klima-Schlappe? Von wegen: Für Donald Trump war der G20-Gipfel ein Erfolg. Denn er hat seiner Basis genau das gegeben, was sie will - eine nationalistische Macho-Show.

Der G20-Gipfel in Hamburg ist offiziell beendet, die Krawalle der vergangenen Tage werden allerdings noch weiter nachwirken. Aktuelle News zur Lage in Hamburg finden Sie in unserem Live-Blog.

Zu den Ausschreitungen rund um den G20-Gipfel in Hamburg sind Tausende Polizisten aus ganz Deutschland und auch Österreich angefordert worden. Dass die Einsatzkräfte sich ausruhen müssen, wurde anscheinend nicht eingeplant.

Die Ausschreitungen und Plünderungen bei den Protesten rund um den G20-Gipfel in Hamburg haben einen Schaden in Millionenhöhe angerichtet. Während die Schuldigen gesucht werden, beseitigen Tausende die Trümmer.

Die Krawalle während des G20-Gipfels in Hamburg lassen kaum jemanden kalt.

Die Organisatoren der Hamburger Anti-G20-Proteste haben jede Verantwortung für die Krawalle während des Gipfeltreffens zurückgewiesen.

Im Hamburger Schanzenviertel haben bei den schweren Ausschreitungen Autonome Krawall gemacht und geplündert, ebenso wie viele andere junge Menschen. Woher kamen diese Wut, der Hass?

Sigmar Gabriel vergleicht die Hamburger Randalierer mit Neonazis. Beiden gehe es nur "um Gewalt an sich". Zudem schade das Vorgehen der Autonomen Deutschlands Ansehen.

Die dritte Nacht in Folge gehen in Hamburg am Rande des G20-Gipfels Fensterscheiben zu Bruch und die Polizei setzt Wasserwerfer ein. Am Samstag sah es zunächst nach einem friedlichen Protest aus. Doch nach Angaben der Polizei wurden Einsatzkräfte angegriffen.

Samstagnacht wird im Schanzenviertel erneut randaliert. Diesmal greift die Polizei rascher ein: 144 Festgenommene.

Prominente Vertretung für Donald Trump: Seine Tochter rückte beim G20-Gipfel in Hamburg an die Stelle des US-Präsidenten. Doch der Auftritt von Ivanka Trump ist ungewöhnlich.

Trotz der G20-Abschlusserklärung von Hamburg will Recep Tayyip Erdogan den Klimavertrag nicht ratifizieren. Mit dieser Ankündigung überraschte er nach Ende des Gipfels in Hamburg.

Kaum ist der Gipfel zu Ende, bröckelt die Front gegen Trump. Jetzt will auch der türkische Präsident Erdogan das Pariser Abkommen zum Klimaschutz nicht umsetzen - oder zumindest neuverhandeln.

Der Hamburger G20-Gipfel ist gelaufen. Im Schatten der Krawalle finden Angela Merkel und ihre Gäste Mini-Kompromisse. Die Gewaltexzesse werden die Kanzlerin im Wahlkampf noch beschäftigen.

Nordkorea bleibt eine der größten Sorgen der USA. Präsident Donald Trump erhöhte am Rande des G20-Gipfels nun den Druck, um die Gefährdung in den Griff zu bekommen.

Die Eskalationen am Rande des G20-Gipfels machen sprachlos. Nicht nur angesichts der gewalttätigen Exzesse, sondern auch wegen der Folgen für den friedlichen Protest. Denn in Hamburg verbrannten neben Barrikaden auch Chancen und Hoffnungen. 

Am Ende steht Trump ganz alleine da: Wie schon in der G7 geht er auch in der G20 seinen eigenen Weg - zumindest beim wichtigsten Thema Klimaschutz. Die schlimmen Krawalle überlagern den Gipfel. Die Suche nach den Verantwortlichen hat begonnen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Opfern der Krawalle am Rande des G20-Gipfels eine Entschädigung zugesagt. 

Wladimir Putin zeigt sich nach seinem G20-Treffen mit Donald Trump überrascht: Der US-Präsident wirke im Fernsehen ganz anders als im echten Leben. Russlands Präsident dementiert auch einmal mehr eine Einmischung in den US-Wahlkampf.