Dieses Video berührt das Herz: UNICEF erzählt die Flucht eines syrischen Kindes im Rahmen der animierten Kurzfilm-Reihe "Unfairy Tales" nach.

Malak ist sieben Jahre alt und kommt ursprünglich aus Syrien. Als das Land vor fünf Jahren vom Krieg heimgesucht wurde, musste sie fliehen. Zusammen mit ihrer Mutter machte sie sich über Land und Wasser auf den Weg in eine bessere Zukunft.

UNICEF erzählt ihre Geschichte unter dem Titel "Malak und das Boot: Eine Reise aus Syrien" nach. Es ist die erste Episode einer Web-Video-Reihe, die den Namen "Unfairy Tales" trägt, also das Gegenteil zu "Fairy Tales" (zu deutsch: Märchen).

"Ich hatte viele Freunde. Jetzt ist keiner mehr übrig."

Der animierte Kurzfilm zeigt Malak zusammen mit dunklen Gestalten in einem Boot. Sie erzählt: "Als wir losgefahren sind, lief Wasser ins Boot. Wir wurden nass. Es war sehr, sehr kalt." Die Wellen formen sich im Video zu einer angsteinflößenden Riesenkrake und peitschen gegen das kleine Holzboot. "Ich hatte das Gefühl, meine Mutter und ich könnten ertrinken."

Am Ende des knapp zweiminütigen Clips sitzt Malak alleine im Boot, sie weint. Es scheint, als habe niemand außer ihr überlebt. "Ich hatte viele Freunde", sagt sie und wischt sich eine Träne weg: "Jetzt ist keiner mehr übrig."

Die animierten Kurzfilme sind aus einer Kooperation der Initiativen #NoLostGeneration und #ChildrenofSyria entstanden, die sich seit 2013 für junge Menschen stark machen, deren Kindheit von Gewalt und Hunger geprägt ist.

Die zweite Folge der Web-Serie, "Ivine and Pillow", soll im März erscheinen.