FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai hat Kritik aus den Reihen der Grünen an Parteivize Wolfgang Kubicki scharf zurückgewiesen. Er reagierte damit am Mittwoch auf den gesundheitspolitischen Sprecher der Grünen im Bundestag, Janosch Dahmen, der Kubicki in der Debatte um die Aufarbeitung der Corona-Maßnahmen angegangen hatte. "Den Bundestagsvizepräsidenten und stellvertretenden Bundesvorsitzenden der FDP in die Nähe der AfD zu rücken, ist eine bodenlose Frechheit. Ziel einer Corona-Enquete-Kommission muss es sein, dass die Politik ihre Fehler in der Pandemie aufarbeitet und Schlussfolgerungen daraus zieht", sagte Djir-Sarai der Deutschen Presse-Agentur. Offensichtlich hätten "Leute wie Herr Dahmen genau davor Angst".

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Dahmen sieht Forderungen aus der FDP nach einer Enquete-Kommission zur Aufarbeitung der Corona-Politik skeptisch. Eine Enquete-Kommission sei mit hohem Aufwand, Bürokratie und Kosten verbunden, hatte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung" gesagt. Es bestehe die Gefahr, dass es am Ende eher ein Kampf um Deutungshoheiten und nachträgliche Schuldzuweisungen werd und damit weiteres Vertrauen der Bevölkerung verloren gehe. Dahmen kritisierte auch: "Wolfgang Kubicki hat während der Pandemie immer wieder extreme Positionen vertreten und durch eine zum Teil AfD-nahe Rhetorik versucht, eine gesellschaftliche Spaltung herbeizureden. Mir fehlt die Fantasie zu glauben, dass ausgerechnet er Interesse an seriöser nach vorne gerichteter Aufarbeitung hat."  © dpa

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