In einem Interview mit der "Zeit" spricht Jan Böhmermann erstmals über die Nachwirkungen seines Schmähgedichts über den türkischen Präsidenten Erdogan - und geht dabei mit Kanzlerin Angela Merkel hart ins Gericht.

Das Leben eines 35-Jährigen, der eine Staatsaffäre ins Rollen gebracht hat.

Seit sein Gedicht über den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hohe Wellen geschlagen hat, ist Moderator Jan Böhmermann untergetaucht.

Böhmermann: Merkel hat "mich filetiert"

Nun äußert er sich erstmals in einem Interview, das in der neuen Ausgabe der "Zeit" erscheint, zu der Staatsaffäre und findet harte Worte für die Reaktion von Kanzlerin Angela Merkel.

"Die Bundeskanzlerin darf nicht wackeln, wenn es um die Meinungsfreiheit geht. Doch stattdessen hat sie mich filetiert, einem nervenkranken Despoten zum Tee serviert und einen deutschen Ai WeiWei aus mir gemacht", wird Böhmermann zitiert.

Kanzlerin Merkel hatte Böhmermanns Gedicht zunächst "bewusst verletzend" genannt, später diese Äußerung jedoch als "Fehler" bezeichnet.

In dem Interview, das am Donnerstag in voller Länge in der "Zeit" erscheinen wird, spricht Böhmermann außerdem über seine Rolle als Auslöser einer diplomatischen Krise, sein seitdem abgeschottetes Leben und den zu erwartenden Prozess. (dh)

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