Angela Merkels Rückzug

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihre Sorge über einen weltweit zunehmenden Nationalismus geäußert. Bei den Feierlichkeiten zum Weltkriegsgedenktag verteidigt sie zudem die Vereinten Nationen, die immer öfter in der Kritik stehen. 

Wer wird Nachfolger von Angela Merkel? Neben Annegret Kramp-Karrenbauer und Jens Spahn hat vor allem die Kandidatur von Friedrich Merz viele überrascht. Nun wird bekannt: Sein Antreten war von langer Hand geplant - und wurde von Wolfgang Schäuble mit vorbereitet und unterstützt.

Kaum hat sich Friedrich Merz im Rennen um den CDU-Vorsitz in Stellung gebracht, zieht Konkurrent Jens Spahn nach. Die beiden potentiellen Nachfolger Angela Merkels an der Parteispitze starten den internen Wahlkampf auf unterschiedliche Art, aber mit ähnlichen Botschaften. 

Im Jahr 2005 wurde Angela Merkel Bundeskanzlerin - und damit stand zum ersten Mal eine Frau an der Spitze Deutschlands. Doch in jenem Jahr passierten noch andere bemerkenswerte Dinge.

Angela Merkel wird im Dezember nicht mehr für den CDU-Vorsitz kandidieren. Ob sie es schafft, die gesamte Legislaturperiode lang im Amt zu bleiben, hängt jetzt nicht mehr nur von ihr allein ab, sagt der Parteienexperte Oskar Niedermayer. Sollte Friedrich Merz, der gerade seine Kandidatur angekündigt hat, Vorsitzender werden, könnte es für eng für die Kanzlerin werden.

Der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz will im Dezember auf dem Parteitag der CDU in Hamburg für den CDU-Vorsitz kandidieren.

Angela Merkel läutet das Ende ihrer Karriere ein: Völlig überraschend hat sie am Montag angekündigt, im Dezember den CDU-Parteivorsitz zur Verfügung zu stellen und 2021 nicht mehr als Kanzlerkandidatin anzutreten. Ob sie so ihre vierte Amtszeit retten und ihre Wunsch-Nachfolgerin durchsetzen kann, ist offen. 

Friedrich Merz will für den CDU-Parteivorsitz kandidieren – diese Nachricht kommt überraschend. Der Jurist ist schon vor rund zehn Jahren aus der aktiven Politik ausgestiegen. Vielen dürfte er jedoch noch mit der "Bierdeckel-Reform" und als Merkel-Kritiker in Erinnerung sein.

Die hessische Landtagswahl hat die Unsicherheit in der Bundesregierung weiter vergrößert. Eine Zukunft hat die Große Koalition wohl nur, wenn sie ein häufig gemachtes Versprechen in die Tat umsetzt.

Angela Merkel hat sich so klar wie nie zuvor zu ihren Zukunftsplänen geäußert: Sie kündigte offenbar an, bei der nächsten Bundestagswahl nicht mehr als Kanzlerkandidatin antreten zu wollen und noch in diesem Jahr den Parteivorsitz abzugeben. 

Seit 13 Jahren ist Angela Merkel Kanzlerin, seit April 2000 sogar schon CDU-Vorsitzende. Beim Parteitag Anfang Dezember in Hamburg will sie nun nicht erneut als Parteichefin antreten. Welche potenziellen Nachfolger haben welche Chancen?