- Der Fachkräftemangel macht vielen Arbeitgebern in Deutschland zu schaffen.
- Die Agentur für Arbeit hat die Pläne der Ampelkoalition zur vereinfachten Einwanderung von Fachkräften begrüßt.
Die Bundesagentur für Arbeit hat die Pläne der Bundesregierung für ein Eckpunktepapier zur vereinfachten Einwanderung von Fachkräften begrüßt. Deutschland gingen bis 2035 sieben Millionen Arbeitskräfte verloren, der Verlust müsse durch Maßnahmen im In- und Ausand ausgeglichen werden. "Auch wenn beim inländischen Potenzial alle Hebel greifen, wird das nicht reichen", sagte BA-Vorstandsmitglied Vanessa Ahuja. Ergänzend zu den inländischen Anstrengungen brauche es ausländische Arbeits- und Fachkräfte, damit der deutsche Arbeitsmarkt weiterhin gut funktioniere.
"Alles was hilft, den Zuzug von Arbeits- und Fachkräften zu erleichtern, ist wichtig", betonte Ahuja. Das Einwanderungsrecht müsse moderner, schneller, unbürokratischer und flexibler werden.
Entwurf sieht Punktesystem vor
Das Bundeskabinett will am Mittwoch ein Eckpunktepapier verabschieden, auf dessen Grundlage die Einwanderung von qualifizierten Arbeitskräften erleichtert werden soll. Unter anderem soll bei entsprechend langer Berufserfahrung nicht unbedingt ein in Deutschland geltender Abschluss nötig sein, um nach Deutschland kommen zu können.
Vorgesehen ist zudem, dass Menschen künftig über ein Punktesystem nach Deutschland einwandern können, auch wenn sie noch keinen Arbeitsplatz vorweisen können. Dieses Punktesystem soll sich nach Auswahlkriterien wie Qualifikation, Sprachkenntnisse, Berufserfahrung, Deutschlandbezug und Alter richten. (dpa/lko)

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