Angela Merkel: Ihr Weg an die Macht

Seit 18 Jahren hat Angela Merkel den CDU-Parteivorsitz inne. Nun hat die Bundeskanzlerin erklärt, dass sie nicht noch einmal für den Posten kandidieren wird. Auch als Kanzlerkandidatin wird sie 2021 nicht mehr antreten. Dieser Verzicht markiert den Beginn ihres Abschieds aus der Politik. Wir zeigen Ihnen noch einmal ihren Weg zur mächtigsten Frau Deutschlands.

Am 17. Juli 1954 wurde Angela Merkel in Hamburg geboren. Ihr Vater Horst Kasner studierte zu diesem Zeitpunkt Theologie, während ihre Mutter Herlind als Lehrerin arbeitete. Auf diesem Foto ist die spätere Kanzlerin gerade drei Jahre alt.
Merkel besuchte die Erweiterte Oberschule in Templin. 1973 machte sie ihr Abitur und begann ihr Physikstudium an der Karl-Marx-Universität in Leipzig. Die Aufnahme zeigt das Physik-Institut der Universität im Jahr 2005.
Während des Studiums lernte Merkel ihren ersten Ehemann Ulrich Merkel kennen, der ebenfalls Physik studierte. Die beiden heirateten 1977. Die Ehe hielt jedoch nur bis 1982. Trotz der Trennung entschied Merkel, ihren Nachnamen zu behalten.
1986 promovierte Merkel mit einer Dissertation über die Berechnung von Geschwindigkeitskonstanten von Reaktionen einfacher Kohlenwasserstoffe.
1998 heiratete Merkel ihren jetzigen Ehemann Joachim Sauer. Sie lernten sich an der Akademie der Wissenschaften kennen. Auf dem Bild ist das Paar im Jahr 1989 und 2007 zu sehen.
Ihre politische Karriere begann mit dem Eintritt in die Partei "Demokratischer Aufbruch" (DA) 1989. 1990 wurde Merkel Mitglied in der ostdeutschen CDU, die sich kurze Zeit später mit der westdeutschen CDU zusammenschloss.
Nach ihrem Einstieg in die CDU wurde Merkel per Direktmandat in den deutschen Bundestag gewählt. Helmut Kohl ernannte sie daraufhin zur Bundesministerin für Frauen und Jugend, ein Amt, das Merkel von 1991 bis 1994 bekleidete. Ihr schneller politischer Aufstieg brachte ihr den Spitznamen "Kohls Mädchen" ein.
Zwischen 1993 und 2000 war Merkel CDU-Vorsitzende von Mecklenburg-Vorpommern. Außerdem besetzte sie das Amt der Bundesumweltministerin (1994 bis 1998) und das der CDU-Generalsekretärin.
2000 wurde sie zur Vorsitzenden der CDU sowie der CDU/CSU-Fraktion gewählt. Damit war Merkel unter der rot-grünen Regierungskoalition auch Oppositionsführerin.
2005 wurde Angela Merkel erstmals Bundeskanzlerin. Mit 51 Jahren war sie nicht nur das jüngste Regierungsoberhaupt Deutschlands, sondern auch die erste Frau im Kanzleramt.
Mittlerweile ist Merkel zum vierten Mal Bundeskanzlerin. Nach langen Koalitionsverhandlungen nach der Bundestagswahl 2017 konnte sich die Union schließlich mit der SPD auf ein erneutes Regierungsbündnis einigen.
Doch innerhalb der ersten sechs Monate, nachdem das Kabinett Merkel IV seine Arbeit aufgenommen hat, stürzte die GroKo in zwei handfeste Regierungskrisen.
Zudem gab Merkel bekannt, dass sie 2021 auch nicht mehr als Kanzlerkandidatin antreten werde. Auch einen Posten in Brüssel strebe sie nicht an. Bis dahin wolle sie aber weiter Kanzlerin bleiben. Der Kampf um ihre Nachfolge ist offiziell eröffnet.