Die Terrormiliz Islamischer Staat hat im Nordosten Syriens laut Aktivisten mehr assyrische Christen in ihre Gewalt gebracht als bislang bekannt. Die Extremisten hätten in mehreren Dörfern fast 270 Menschen gefangen genommen, sagte der Vorsitzende des Assyrischen Rates in der Region, George Mirza.

Die IS-Extremisten hatten am Montagmorgen nordwestlich von Al-Hassaka mehrere christliche Dörfer entlang des Flusses Chabur angegriffen und unter Kontrolle gebracht. Die IS-Angriffe lösten zugleich einen Flucht von Hunderten Menschen in benachbarte Städte aus. Zunächst hieß es, dass die Terrormiliz in dem Gebiet 90 Christen verschleppt habe.

Vergangene Woche waren in Libyen mehrere koptische Christen in Ägypten von dem dortigen IS-Ableger hingerichtet worden. Bei den Männern soll es sich um 21 Gastarbeiter gehandelt haben, die zwischen Ende Dezember und Anfang Januar in Libyen verschwunden waren. Ägypten reagierte mit Luftangriffen auf IS-Stellungen im Nachbarland. (dpa/cai)