Enthüllungsjournalist Günter Wallraff hat sich 2014 als Austauschgeisel für den US-Amerikaner Peter Kassig angeboten, der als ehrenamtlicher Sanitäter in Syrien und im Nordirak arbeitete und von IS-Terroristen entführt worden war.

"Ich suchte Kontakt zur US-Botschaft und bot denen an, dass ich mich gegen ihn austauschen lasse", sagte der 73-Jährige Günter Wallraff dem Magazin der "Süddeutschen Zeitung".

Die US-Botschaft allerdings sei nicht auf das Angebot eingegangen und habe Peter Kassig keine Überlebenschancen gegeben. "Ich sagte, dass ich das anders sehe: Das würde die doch beschämen, dass einer freiwillig dahin geht, auch noch ein Älterer. Ich habe mir ein Drittel Überlebenschancen gegeben." Wallraff bot auch an, das geforderte Lösegeld mit Hilfe einer privaten Spendensammlung aufzubringen, was ebenfalls abgelehnt wurde. "Inzwischen habe ich erfahren, dass die Amerikaner aus Prinzip kein Lösegeld zahlen und sogar Angehörige juristisch gezwungen haben, es zu unterlassen, das Lösegeld privat aufzubringen."

Peter Kassig war im November vergangenen Jahres von Terroristen des IS enthauptet worden.

(tfr)