IS-Hacker haben offenbar die Daten von Mitarbeitern des US-Militär gehackt und ins Netz gestellt. Die Mitglieder der Gruppe Islamic State Hacking Division fordern damit Anhänger dazu auf, amerikanische Soldaten in deren eigenen vier Wänden zu enthaupten.

Wie NBC News und der britische "Express" berichten, behauptet eine Hacker-Gruppe namens Islamic State Hacking Division, sie hätte Informationen von Hunderten Mitgliedern des Militärs und der Regierung gehackt. Den Berichten zufolge sollen Namen, E-Mail-Adressen und Passwörter im Internet geleakt worden sein. Die IS-Hacker sollen zudem vertrauliche Facebook-Nachrichten, Telefonnummern und Kreditkarten-Abrechnungen besitzen.

Offenbar haben die Dschihadisten in der Nacht zum Mittwoch die vertraulichen Daten von 1.481 US-Militärs im Internet veröffentlicht. Die Gruppe behaupte außerdem, sie hätte russische Server für diese Zwecke benutzt.

In einer Nachricht auf Twitter verkündet der britische IS-Hacker Abu Hussain al-Britani (Junaid Hussain) laut dem "Express": "Sie haben uns auf ihrer Liste und wir haben sie auf unserer …". "Diese Informationen sind sehr nützlich für einsame Wölfe, um zu handeln und zu töten", zitiert die Zeitung einen weiteren IS-Anhänger.

Auf der Internetseite der Gruppe prahlen die Dschihadisten mit ihrem Hack und erklären dem "Express" zufolge, die Informationen an die "Soldaten des Kalifats" weiterzugeben. Zudem würden Anhänger des Dschihad aufgefordert, US-Soldaten in den eigenen vier Wänden zu enthaupten.

Saddams Ex-Offiziere leiten militärischen Arm der Terrormiliz.

Bisher ist der Hack von offizieller Seite nicht bestätigt. Allerdings wurden in der Vergangenheit immer wieder Hacker-Attacken bekannt, hinter denen der Islamische Staat vermutet wird. So sind Anfang 2015 Twitter und Youtube-Konten des US-Militärs geknackt worden. Unbekannte hatten sich im Januar Zugang zu den beiden Konten des Zentralkommandos mit Sitz in Tampa (Florida) verschafft, sagte eine Pentagon-Sprecherin. (far)

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