Aktuell berichtet der "Spiegel", dass der deutsche IS-Terrorist "Deso Dogg", Denis Cuspert, noch am Leben sein könnte.

Das auf Terrorismusbeobachtung spezialisierte US-Webportal "Site" hatte berichtet, Denis Cuspert sei am 16. Oktober wohl in der Region von Tabka unweit der IS-Terrorhochburg Al-Rakka bei einem Luftangriff schwer verletzt worden.

"Deso Dogg" sei seinen Verletzungen dann erlegen, hieß es. Cuspert wird in Reihen des "Islamischen Staats" angeblich als "Chef der Deutschen" bezeichnet.

Cusperts Cousin war Selbstmordattentäter

"Ich kann bestätigen, dass Denis Cuspert bei einem Angriff nahe Raqqa am 16. Oktober getötet worden ist", hatte sogar Pentagon-Sprecherin Elissa Smith bestätigt. "Deso Dogg" sei allerdings nicht das primäre Ziel gewesen.

In sozialen Medien wurden Fotos geteilt, die angeblich den Leichnam Cusperts zeigen.

Auch der Cousin des Dinslakeners, der ihn nach Syrien lockte, lebt nicht mehr. Er sprengte sich bei einem Selbstmordanschlag in die Luft.

Deutsche Sicherheitsbehörden bezweifeln Tod von "Deso Dogg"

Aktuell berichtet der "Spiegel" unter Berufung auf deutsche Sicherheitsbehörden, dass "Deso Dogg", wie sich der Berliner zu seiner Zeit als Gangster-Rapper nannte, doch noch am Leben sein könnte.

Die USA hatten den deutschen Radikalislamisten Cuspert auf ihre Terroristenliste gesetzt.

Cuspert auf Terrorliste der USA

Cuspert hatte unter dem Namen "Abu Talha al-Almani" in zahlreichen IS-Videos zu Gewalt aufgerufen und mit islamistischen Anschlägen gedroht.

"Er bedrohte den Präsidenten der Vereinigten Staaten und deutsche Bürger öffentlich", hatte die Pentagonsprecherin damals erklärt. Cuspert soll damit beauftragt gewesen sein, Deutsche für den sogenannten "Islamischen Staat" zu rekrutieren.

Die USA setzten den gebürtigen Berliner auf ihre Terroristenliste. Der Extremist wurde bereits mehrfach für tot erklärt. Solche Berichte aus Syrien sind von unabhängiger Seite nur schwer zu überprüfen.

Islamisten aus Deutschland in Syrien

Nach Erkenntnissen des Bundesamts für Verfassungsschutz und des Bundeskriminalamts sind seit Beginn der Kämpfe in Syrien im Jahr 2011 insgesamt mehr als 750 Islamisten aus Deutschland in das Krisengebiet ausgereist.

Gerade in den vergangenen Monaten - mit dem Vormarsch der IS-Terrormiliz - beschleunigte sich die Entwicklung. Ende 2013 zählte der Verfassungsschutz noch etwa 240 Ausgereiste. Ende 2014 waren es schon mehr als 550.

Schon vor Jahren hatte eine Gruppe von Berliner Islamisten die "Deutsche Taliban Mudschahidin" im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet gegründet. Insgesamt beobachtet der Verfassungsschutz derzeit über 600 Salafisten in Berlin.

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