Schlechte Kunde für alle Närrinnen und Narren. Fasching droht in diesem Jahr sprichwörtlich ins Wasser zu fallen. Da auch teilweise starker Sturm zu erwarten ist, benötigen Feierwütige wettertechnisch ein hartes Fell.

Närrinnen und Narren brauchen während der anstehenden Festtage starke Nerven. Denn das Wetter scheint es in diesem Jahr nicht gut mit der Karnevalssaison zu meinen. Regen und Wind bestimmen die kommende Woche und könnten damit Einfluss auf das närrische Treiben in der Karvevalshochburgen Deutschlands nehmen.

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"In dieser Woche haben wir mit viel Regen und Sturm zu tun", erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net. Konkret erwarten ließe sich 40 bis 80 Liter Niederschlag pro Quadratmeter, lokal seien bis zu 100 Liter möglich. "Da sind wetterfeste Kostüme gefragt, zumal der Regen teilweise waagerecht daherkommt, denn es ist sehr stürmisch", sagt Jung.

Am Dienstag ist es im Norden Deutschlands überwiegend freundlich, während im Rest des Landes mit viel Regen gerechnet werden muss. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt zudem vor Sturmböen, die vor allem im Bergland zur Gefahr werden können. Aber auch im Flachland ist es windig. Mit bis zu 13 Grad setzt sich die relative milde Temperaturlage fort.

Am Mittwoch kommt der Sturm

Ab Mittwoch wird es dann richtig ungemütlich. Die Niederschläge setzen sich dann im Norden fest. Im Süden bleibt es zwar meist trocken, doch der südwestliche bis westliche Wind macht dem ganzen Land zu schaffen. Dann ist überall mit stürmischen Böen zu rechnen, an der See werden schwere Sturmböen erwartet, in exponierten Höhenlagen sogar Orkanböen.

Auch der Auftakt der Straßenfastnacht am Altweiberdonnerstag wird sehr stürmisch. Der Wind erreicht dem DWD zufolge an diesem Tag seinen Höhepunkt. Vor allem Nordrhein-Westfalen erwartet an diesem Tag schwere Sturmböen. Aber auch andere Karnevalshochburgen wie Hessen sollten auf Sturm vorbereitet sein - und auf viel Regen.

Das Wetter der nächsten Woche

Dienstag: 8 bis 13 Grad bedeckt und immer wieder Regen, windig

Mittwoch: 8 bis 14 Grad, im Norden reichlich Regen, später auch in der Mitte nass, dazu recht stürmisch

Altweiber: 8 bis 14 Grad, Sturmgefahr, viele Wolken und immer wieder Regen

Freitag: 5 bis 10 Grad, vorübergehend kühler mit Schneeregen- und Regenschauer, richtig ungemütlich

Samstag: 6 bis 13 Grad, viele Wolken, aus Nordwesten Regen, windig

Sonntag: 8 bis 14 Grad, bedeckt und ab und zu Regen

Rosenmontag: 10 bis 18 Grad, morgens trocken, dann viele Wolken und ab und zu Regen

Fastnachtsdienstag: 7 bis 10 Grad, meist stark bewölkt und zeitweise Regen

Aschermittwoch: 6 bis 10 Grad, wechselhaft mit Schauern

Auch Rosenmontag Sturm möglich

Die Karnevalstreibenden sollten auf jedenfalls ein Outfit wählen, welches durch einen Schirm gut ergänzt werden kann. Denn auch der Abschluss der Faschingssaison wird nicht nur windig, sondern auch sehr nass. In einigen Regionen wie zum Beispiel in Frankfurt fällt mit bis zu 50 Litern in der kommenden Woche mehr Regen, als im gesamten vergangenen Winter.

Während es zum Wochenende hin etwas abkühlt, ziehen die Temperaturen dann zum Rosenmontag hin wieder an. Im Südwesten sind dann bis zu 18 Grad möglich, Schauer sind zwischendurch aber weiterhin zu erwarten. Auch der Wind verschwindet über das Wochenende nicht, zum Rosenmontag sollten sich Faschings-Fans wieder auf Sturmböen von bis zu 80 km/h im Westen einstellen. "Da kommt eine richtig turbulente Wetterwoche auf uns zu", so Dominik Jung. (ms)