Bei einem Anschlag nahe eines Einkaufszentrums in der Siedlerstadt Maale Adumim im Westjordanland sind nach Angaben von Sanitätern mindestens fünf Israelis verletzt worden. Der palästinensische Angreifer wurde von einem Grenzpolizisten, der zu dem Zeitpunkt frei hatte, erschossen, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Das palästinensische Gesundheitsministerium bestätigte den Tod. Nach Angaben des Rettungsdiensts Magen David Adom ist unter den Verletzten ein 40-Jähriger in schwerem Zustand. Der Angreifer soll Medienberichten zufolge in der israelischen Siedlung gearbeitet und das Feuer auf die Israelis eröffnet haben.

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Ein Sprecher der im Gazastreifen herrschenden islamistischen Hamas sprach von einem "heldenhaften Schussangriff" - ohne den Anschlag direkt für sich zu reklamieren. Auch weitere Palästinenserorganisationen lobten den Angriff.

Die Sicherheitslage in Israel und dem besetzten Westjordanland ist seit langem angespannt. Seit Jahresbeginn wurden 23 Israelis, eine Ukrainerin sowie ein Italiener bei Anschlägen von Palästinensern getötet. Im gleichen Zeitraum kamen in diesem Jahr 166 Palästinenser bei israelischen Militäreinsätzen, Konfrontationen oder nach eigenen Anschlägen ums Leben. Bei einem Großteil handelt es sich um bewaffnete Kämpfer, unter den Toten bei Militäreinsätzen sind jedoch auch unbeteiligte Zivilisten.  © dpa

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