Die spanische Polizei hat einen Maschinenwart aus der Ukraine festgenommen: Er soll offenbar versucht haben, die Luxusjacht seines Chefs untergehen zu lassen – eines russischen Waffenproduzenten.

Ein ukrainischer Seemann ist nach übereinstimmenden Angaben von spanischen Medien auf Mallorca verhaftet worden, weil er die Jacht seines russischen Chefs versenken wollte. Der Tageszeitung "El País" liegt nach eigenen Angaben das Geständnis des 55-jährigen Maschinenwarts vor.

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Am Samstagmittag soll der Mann demnach in den Maschinenraum der Jacht eingedrungen sein und mehrere Ventile geöffnet haben. Ziel sei es gewesen, die Jacht zu versenken. Bevor er das Schiff verließ, warnte der Ukrainer laut "El País" andere Besatzungsmitglieder – die ihn dann allerdings für verrückt erklärt und die Ventile geschlossen hätten. Die Kollegen des Mannes alarmierten dann den Berichten zufolge die Behörden.

Die fragliche Jacht ist demnach fast 50 Meter lang und soll etwa sieben Millionen Euro gekostet haben. Sie liege derzeit im Nobelhafen Port Adriano auf Mallorca. Dem ukrainischen Maschinenwart zufolge soll sie einem russischen Waffenproduzenten gehören. Die Aktion sei Rache für den Krieg in der Ukraine gewesen, gab der Mann an. Der Krieg werde auch mit den Waffen seines Chefs geführt.

"El País" zitiert den Mann mit den Worten: "Er ist ein Krimineller, der sein Geld mit dem Verkauf von Waffen verdient, mit denen jetzt Ukrainer getötet werden." Die spanische Guardia Civil hat die Identität des Jachtbesitzers bisher nicht bestätigt.  © DER SPIEGEL