In einem elf Meter tiefen Schacht südlich von Kairo sind mehrere versiegelte Särge gefunden worden. Nun muss noch rausgefunden werden, wer in den Gräbern bestattet wurde.

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2.500 Jahre ungeöffnet in einer Grabkammer: In der ägyptischen Stadt Sakkara ist eine Sammlung von mehr als 13 intakten Särgen entdeckt worden. Das teilte das Ministerium für Altertümer mit.

Die Särge lagen demnach in einem elf Meter tiefen Schacht mit versiegelten Nischen. Sie sollen teilweise noch ihre Originalfarbe haben.

Den Angaben des Ministeriums zufolge waren die Särge übereinandergestapelt. Erste Untersuchungen deuteten darauf hin, dass die Särge vollständig versiegelt sind und nicht geöffnet wurden. Wahrscheinlich würden noch mehr Särge am selben Ort gefunden werden, hieß es.

Mustafa Waziri, der Generalsekretär des Obersten Rates für Altertümer, sagte, dass noch nicht festgestellt wurde, zu wem genau die Särge gehörten. Im Laufe der Ausgrabungsarbeiten soll diese Frage aber noch beantwortet werden.

Sakkara: 4.400 Jahre altes Priestergrab gefunden

Sakkara liegt in der Nähe von Kairo. Seit Jahrzehnten durchforsten Archäologen die altägyptische Totenstadt. Dass dort mit wertvollen Funden zu rechnen ist, wissen Archäologen seit Langem. Sie haben dort schon mehrere Gräber aus der fünften Dynastie entdeckt.

Im Dezember 2018 fanden sie etwa ein 4.400 Jahre altes Priestergrab. Kurze Zeit später entdeckten sie außerdem eine vergoldete Mumienmaske, einen 3.200 Jahre alten Streichkäse und Dutzende Katzenmumien. Vor etwa einem Jahr wurden dort erstmals mumifizierte Löwenbabys gefunden.

In der Nekropole von Sakkara waren vom 3. Jahrtausend vor Christus bis in die Perserzeit Könige und Beamte bestattet. Für mehrere Pharaonen wurden in Sakkara Pyramiden errichtet.  © DER SPIEGEL

Aliens als Erbauer der Pyramiden? Elon Musk bekommt Nachhilfe von ägyptischer Regierung

Vor kurzem twitterte Elon Musk, die ägyptischen Pyramiden seien von Außerirdischen erbaut worden. Der Tweet bekam nicht nur über 540.000 Likes, sondern brachte dem Tesla-Chef auch eine Einladung nach Ägypten ein. Die Ministerin für internationale Zusammenarbeit bot Musk an, seine Theorie vor Ort zu überprüfen. (Teaserbild: imago images/ZUMA Wire)