• In sieben Fällen soll ein Pathologe aus Saarbrücken falsche Krebsdiagnosen gestellt haben.
  • Nun hat der Prozess am Landgericht Saarbrücken gegen den 63-Jährigen begonnen.

Mehr Panoramathemen finden Sie hier

In Saarbrücken hat der Prozess gegen einen Pathologen begonnen, der in sieben Fällen falsche Diagnosen mit erheblichen Folgen für die Patienten gestellt haben soll. Die Anklage wirft dem Mann vor dem Landgericht Saarbrücken unter anderem gefährliche und schwere Körperverletzung vor - in zwei Fällen versuchten Totschlag und in einem Fall Körperverletzung mit Todesfolge.

Der heute 63-jährige deutsche Angeklagte soll in seinem Institut in St. Ingbert zwischen Februar und November 2018 falsche Krebsdiagnosen gestellt haben. Dadurch sei es zu nicht notwendigen Behandlungen und Eingriffen wie etwa Chemotherapien, Brust-, Darm- und Gesichtsoperationen gekommen. Unter anderem war einer Patientin der Großteil eines Oberkiefers entfernt worden, in einem anderen Fall war ein 50-jähriger Mann nach einer demnach nicht erforderlichen Darmoperation an einer Sepsis gestorben. Die Patienten stammten aus dem Saarland und Rheinland-Pfalz.

Pathologe war wegen Betrugs in Haft

Zum Prozessauftakt räumte der Pathologe bei einzelnen Fällen ein, bei der Auswertung "etwas verwechselt" zu haben. Und auch, dass er sich möglicherweise von der Statistik etwas fehlleiten ließ, wie er sagte.

Bereits im Juni 2020 war der Mann wegen Betruges in 17 Fällen sowie wegen Bestechung im Gesundheitswesen in 97 Fällen zu zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Er hatte Fachärzten Geld gezahlt, damit sie Gewebeproben in seinem Institut untersuchen ließen. (dpa/tar)

Mit Brushing verschaffen sich kriminelle Online-Händler Vorteile im Wettbewerb.

Online-Betrugsmasche "Brushing": Vorsicht vor Amazon-Paketen, die Sie nicht bestellt haben

Haben Sie schon einmal ein vollständig bezahltes Amazon-Paket zugestellt bekommen, ohne es je bestellt zu haben? Dann sind Sie wahrscheinlich unwissentlich Gehilfe der Betrugsmasche "Brushing" geworden. Das steckt dahinter. (Foto: iStock-scyther5)