(ncs) - Die israelische Polizei ließ am Donnerstag einen Rabbiner verhaften. Ihm wird vorgeworfen, zu Rassismus mit möglicher Todesfolge aufzurufen.

Auslöser für seine Festnahme sei ein Buch, in dem der Rabbi unterschiedliche Fälle aufgezeigt haben soll, die es rechtfertigen, nicht-jüdische Menschen zu töten. Selbst Babys würden demnach unter bestimmten Umständen nicht verschont werden, berichten das US-Nachrichtenportal "Straits Times" und die Nachrichtenagentur "AFP".

Yosef Elitzur, der aus der extremistischen Yitzhar-Siedlung nahe Sichem in Palästina stammt, soll im Buch "The King's Torah" zum Mord von Babys und Kindern von Israels Feinden aufgerufen haben. Seine Erklärung: Es sei "klar, dass sie heranwachsen, um uns zu schaden". So zitiert das israelische Nachrichtenportal "Haaretz" aus Elitzurs Buch.

Viele Rabbis protestierten gegen seine Publikation, die bereits Anfang 2010 erschienen ist. Ihrer Meinung nach stünden die Ausführungen im klaren Gegensatz zu den jüdischen Lehren.