George Floyd beigesetzt: Hunderte Trauernde nehmen Abschied

Der Tod des Afroamerikaners George Floyd bestürzt Menschen weltweit und hat rund um den Globus zu zahlreichen Protesten gegen Rassismus geführt. Floyd starb, nachdem ihm ein Polizist minutenlang das Knie in den Nacken gedrückt hatte. Floyd wurde am Dienstag im Anschluss an eine Trauerfeier in Houston in Pearland beigesetzt.

Zahlreiche Trauernde hatten vor der Kirche "Fountain of Praise" zu Ehren des getöteten George Floyd ein Blumenmeer geschaffen. In der Kirche in Houston fand am 9. Juni die Trauerfeier für das 46-jährige Opfer von Polizeigewalt statt.
Die Hoffnung ist, dass dieser Junge in einem gerechteren Amerika erwachsen werden kann.
Al Green, der für die demokratische Partei im Repräsentantenhaus sitzt, kritisiert im Gespräch mit der Presse Donald Trumps Ansicht von "Recht und Ordnung" in den USA.
Auch Houstons Polizeichef Art Acevedo nimmt an der Trauerfeier teil und stellt sich zuvor den Fragen der Journalisten.
Zur Trauergemeinde gehört auch der Sänger und Schauspieler Ne-Yo.
Der Leichenwagen mit dem Sarg Floyds passiert die Kirche.
Reverend Al Sharpton findet in seiner Trauerrede deutliche Worte. "Wenn wir Dich heute zur Ruhe legen, wird die Bewegung nicht ruhen, bis wir Gerechtigkeit bekommen", ruft er den Anwesenden zu. "Wir werden weiter kämpfen."
Im Anschluss an die Zeremonie wird Floyds Leichnam auf den Weg zu seiner letzten Ruhestätte auf dem Friedhof von Pearland gebracht.
Auf der letzten Meile zum Friedhof liegt Floyds Sarg in einer weißen Kutsche.
Unzählige Menschen säumen Floyds letzten Weg.
Tags zuvor, zwei Wochen nach Floyds Tod bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis, ist der Sarg mit seinem Leichnam in seiner Heimatstadt Houston zur öffentlichen Aufbahrung schon einmal in die Kirche getragen worden.
Vor der Kirche warteten zahlreiche trauernde Menschen, um sich am offenen Sarg persönlich von Floyd zu verabschieden.
Manche von ihnen erinnerten mit Bildern an den Getöteten.
Gezeichnet vom Schmerz des Verlusts, richtete George Floyds Bruder Philonise das Wort an die Presse.
Für die Trauernden war der Moment des persönlichen Abschieds gekommen. Sie näherten sich dem offenen Sarg George Floyds.
Floyds Hilferuf "I can't breathe" ("Ich kann nicht atmen"), den er in Todesangst unter dem Knie des Polizisten Derek Chauvin ausstieß, ist zu einem Symbol und zu einem Motto im Kampf gegen Rassismus in den USA und weltweit geworden.
Das Tragen von Schutzmasken ist aufgrund der herrschenden Corona-Pandemie für die Trauergemeinde Pflicht.
Auch wenn einige Emotionen unter dem Mundschutz verborgen blieben: Die Tränen flossen sichtbar.
Die Menschen standen fassungslos vor dem offenen Sarg. George Floyds gewaltsamer Tod wirkt weltweit wie ein Fanal.
Nach der Trauerzeremonie wurde der goldene Sarg mit George Floyds Leichnam in einen Leichenwagen verladen.