(kle) - Der Besuch ihres Freundes im Gefängnis hat eine 22-jährige Peruanerin das Leben gekostet.

Der wegen Drogenhandels in der peruanischen Hauptstadt Lima inhaftierte Niederländer hatte die junge Frau im Anschluss an einen Streit offenbar erhängt und dann in seiner Zelle eingemauert. Unvorstellbar: Der Mord blieb rund drei Monate lang unentdeckt. Erst der Leichengeruch brachte die Gefängniswärter auf das Verbrechen. Sie entdeckten schließlich die Frau und übergaben sie ans Leichenschauhaus.

Das Lurigancho-Gefängnis ist nur eine der stark überfüllten Strafvollzugsanstalten in Peru. Immer wieder wird die dramatische Überbelegung der Einrichtungen kritisiert. Das fragliche Gefängnis, in dem nun das Verbrechen geschah, ist für lediglich 2.000 Insassen ausgelegt, jedoch verbüßen darin rund 8.000 Menschen ihre Strafe. Eine ausreichende Kontrolle der Insassen und Besucher ist unmöglich und hat wie dieses erschütternde Beispiel zeigt sogar tödliche Folgen. Erst 2005 kam es in dem Gefängnis zur Revolte. Mindestens vier Personen wurden dabei getötet, 13 weitere verletzt.