In Baden-Württemberg wird einem Jugendamt und zwei Gerichten vorgeworfen im Falle eines missbrauchten Jungen aus Staufen nicht genug unternommen zu haben. Mitarbeiter sollen nun vernommen werden.

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Nach einer Debatte um mögliches Behörden- und Justizversagen im Missbrauchsfall in Staufen sollen Mitarbeiter von Jugendamt und Gerichten vernommen werden. Das kündigte das Freiburger Landgericht am Mittwoch an.

Junge nicht geschützt

Jugendamt und zwei beteiligten Gerichten in Baden-Württemberg wird vorgeworfen, einen aus Staufen stammenden Jungen nicht geschützt zu haben. Sie hatten im Frühjahr 2017 entschieden, dass er bei seiner Familie bleiben solle, obwohl es Anzeichen für eine Gefährdung des Kindes gab.

Die Mutter des Jungen und ihr Lebensgefährte haben gestanden, den heute neun Jahre alten Jungen mehr als zwei Jahre lang im Internet angeboten und Männern gegen Geld für Vergewaltigungen überlassen zu haben. In dem Kriminalfall gibt es insgesamt acht Tatverdächtige.


  © dpa