Der Wunschzettel für Weihnachten gehört zum Fest genauso dazu wie der geschmückte Weihnachtsbaum, die Weihnachtsplätzchen oder die Weihnachtslieder.

Wunschzettel zu Weihnachten haben eine lange Tradition: Die ersten Schreiben dieser Art stammen aus dem 18. Jahrhundert und waren ursprünglich Kalligrafieübungen für die Kinder, in denen sie meist wahre Lobeshymnen auf ihre Eltern zu Papier brachten. Diese mussten dann am Weihnachtsabend aufgesagt werden, bevor es Geschenke gab. Mit der Entstehung der Spielzeugindustrie änderte sich der Inhalt im späten 19. Jahrhundert: Es wurden zunehmend materielle Wünsche geäußert.

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Auch heute noch schreiben unzählige Kinder Wunschzettel an den Weihnachtsmann, in denen sie festhalten, was sie sich als Geschenk wünschen. Die Zettel enthalten üblicherweise das neueste Spielzeug oder eine neue Spielekonsole. Aber auch immaterielle Wünsche wie "ein kleines Geschwisterchen" werden häufig genannt. Das Wunschzettel-Schreiben muss aber keineswegs eine reine Angelegenheit für Kinder sein. Denn schließlich haben auch die meisten Erwachsenen Wünsche, die mitgeteilt werden wollen.

Der Wunschzettel an den Weihnachtsmann steigert die Vorfreude

Der Wunschzettel ist für Kinder ein absoluter Höhepunkt in der Vorweihnachtszeit. Zum einen können sich die Kids ihrer Wünsche einmal richtig bewusst werden und darüber nachdenken, was sie wirklich haben möchten. In einem ersten Entwurf können die Eltern überprüfen, wie realistisch und umfangreich die Liste ist und gegebenenfalls die Hoffnungen der Kleinen etwas dämpfen, damit es unter dem Weihnachtsbaum keine Enttäuschungen gibt. Ein weiterer Vorteil der Wunschzettel: Die Eltern wissen ganz genau, worüber sich ihre Kinder freuen. Dadurch lassen sich Fehlkäufe vermeiden und es gibt keine enttäuschten Gesichter oder Tränen an Heiligabend.

Für Kinder, die nicht mehr zu Stift und Papier greifen wollen und alles nur noch über Smartphone und Tablet machen, gibt es Apps, mit denen sich Wunschzettel bequem anfertigen lassen. Der Clou daran: Die Listen können ganz einfach mit den Eltern, Großeltern oder mit Onkel und Tante geteilt werden. Dank der Wunschzettel für Weihnachten wissen Eltern frühzeitig, was sich ihre Kinder wünschen und können dementsprechend Vorbereitungen treffen. Außerdem lässt ein Wunschzettel an den Weihnachtsmann die Vorweihnachtszeit schneller vergehen und steigert die Vorfreude auf den besonderen Tag, an dem es nicht nur die Geschenke gibt, sondern die ganze Familie gemeinsam das Weihnachtsfest feiert.

Besonders faszinierend für kleine Kinder, die noch an den Weihnachtsmann glauben: Die Deutsche Post unterhält in der Adventszeit sogenannte Weihnachtspostfilialen. Dort können die Kleinen ihren Wunschzettel direkt an den Weihnachtsmann – oder auch ans Christkind – adressieren und bekommen in der Regel eine Antwort, wenn der Brief rechtzeitig abgeschickt wurde. Für die Kinder ist das ein tolles Erlebnis, das die Vorfreude auf den Besuch des Weihnachtsmanns an Heiligabend ungemein steigert.

Wunschzettel für Weihnachten: nicht nur was für Kinder

Aber auch Erwachsenen braucht es nicht peinlich zu sein, wenn sie einen Wunschzettel für Weihnachten verfassen. Wie oft denken Sie sich nach einem Besuch der Oper, einem Wellness-Tag oder einem erholsamen Waldspaziergang: "Das könnten wir öfter machen." Für genau solche Wünsche ist im Alltag häufig kein Platz oder sie gehen schnell wieder unter. Mit einer Wunschliste können Sie solche gemeinsamen Aktivitäten festhalten und mit Ihrem Partner oder der Familie teilen. Wenn die Wünsche weiteren Menschen mitgeteilt werden, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass diese auch erfüllt werden. Das Schreiben des Wunschzettels kann auch als festes Ritual für die ganze Familie – neben Plätzchenbacken und Wohnung dekorieren – in die Vorweihnachtszeit aufgenommen werden. So kann sich die ganze Familie bei Schmuddelwetter im warmen und gemütlichen Wohnzimmer versammeln und einen ganzen Nachmittag damit verbringen, gemeinsam über die wichtigsten Wünsche zu grübeln – und vielleicht auch vermehrt über Familienausflüge und andere gemeinsame Aktivitäten nachzudenken. Dies ist nicht nur ein großer Spaß in der Adventszeit, sondern es stärkt auch den Zusammenhalt der Familie.  © 1&1 Mail & Media