Für die meisten ist die Vorweihnachtszeit die einzige Zeit im Jahr, in der sie Muße zum Backen finden und sich mit Freunden und Familie bei Kaffee und selbst gemachtem Gebäck zusammenzusetzen. Neben dem Ausstechen der Weihnachtsplätzchen ist auch das Christstollenbacken eine beliebte Adventstradition.

Zwar ist das Weihnachtsgebäck bei Kindern wegen der Rosinen und dem enthaltenen Zitronat oft nicht ganz so beliebt, doch dafür wissen Erwachsene den würzigen Geschmack als perfekte Ergänzung zu Glühwein oder Punsch umso mehr zu schätzen.

Doch selbst diejenigen, die sich Weihnachten ohne Stollen kaum vorstellen können, schrecken häufig davor zurück, selbst einen Stollen zu backen. Mit Hefeteig als Grundlage und den zahlreichen speziellen Zutaten gilt das Backen eines Stollens als sehr aufwendig. Gerade Laien befürchten, dass der Versuch misslingt. Doch diese Sorge ist unberechtigt. Mit unserem Christstollen-Rezept gelingt dieses leckere Weihnachtsgebäck auch Hobbybäckern mit wenig Erfahrung.

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Ein alter Brauch: Christstollenbacken

Stollen wurden schon im Mittelalter als besonders haltbare Kuchen für die Winterzeit gebacken. Charakteristisch ist die einfache, brotähnliche Form, die ohne feste Vorgaben mit den Händen geformt wird. Und wie der Name Christstollen schon andeutet, spielen auch christliche Weihnachtstraditionen eine Rolle bei der Zubereitung des Gebäcks. So soll der dick mit Puderzucker bedeckte Laib ein Sinnbild für das neugeborene, in weiße Windeln gewickelte Jesuskind sein.

Damit ist das Äußere eines Stollens bereits vorgegeben, doch was Zutaten und Geschmack angeht, gibt es zahlreiche unterschiedliche Rezepte. So können Sie genau den Stollen selber machen, der ganz Ihrem Geschmack entspricht. Beliebte Christstollen-Rezepte variieren das Grundrezept beispielsweise so, dass ein Quark-, Marzipan- oder Mohnstollen entsteht. Normalerweise wird der Begriff Stollen als Synonym für das Original aus Dresden verwendet – die Bezeichnung "Dresdner Stollen" ist seit 2010 eine geschützte Bezeichnung. Das Dresdner Christstollen-Rezept schreibt exakt vor, welche Stollen-Zutaten in welchen Mengen verwendet werden müssen und welche sächsischen Ortschaften diesen Stollen überhaupt backen dürfen, wenn er die Stadt Dresden im Namen führen soll.

Eine Feuerzangenbowle ist das perfekte Getränk für einen gemütlichen Winterabend. Mit unserem Rezept ist die Feuerzangenbowle einfach und schnell zubereitet.

Mit diesen Vorgaben müssen Sie sich jedoch nicht auseinandersetzen, wenn Sie lediglich für den nächsten Adventssonntag einen leckeren Weihnachtsstollen selber machen wollen. Mit unserem leckeren Christstollen-Rezept sind Sie dennoch ganz nah dran am Dresdner Original.

Zutaten für Ihren Christstollen

Um Ihren Stollen zu backen, benötigen Sie für den Hefeteig die folgenden Zutaten:

  • 500 g Mehl
  • 225 g Butter
  • 250 ml Milch
  • 100 g Zucker
  • 50 g frische Hefe (2 ½ Würfel)
  • 5 g Salz
  • je 1 TL Ingwerpulver, Zimt, Kardamon, Muskat
  • ½ Prise gemahlene Nelken
  • Schale von ½ Zitrone (unbehandelt)
  • 30 g bittere Mandeln
  • 250 g Rosinen und Korinthen
  • 75 g gestiftete Mandeln
  • 75 g Orangeat
  • 75 g Zitronat

Für das Zuckern der Oberfläche benötigen Sie außerdem:

  • 50 g Butter
  • 30 g Zucker
  • 35 g Puderzucker
  • 2 Päckchen Vanillezucker

Christstollen selber machen – das Rezept

Sobald alle Stollen-Zutaten bereitstehen und Sie in Backlaune sind, fehlt nur noch etwas Weihnachtsmusik und schon sind Sie bereit zum Christstollenbacken. Zugegeben, Stollen zu backen kann für absolute Anfänger herausfordernd sein. Wer nie zuvor gebacken hat, sollte erste Erfahrungen daher eher beim Backen von einfachen Weihnachtsplätzchen, Lebkuchen oder Weckmännern sammeln. Aber wer auch nur etwas Erfahrung im Backen hat, der braucht zur Zubereitung eines schmackhaften Stollens nur folgenden Schritten zu folgen:

Füllen Sie das Mehl durch ein Sieb in eine große Schüssel und bröckeln Sie in eine kleine Vertiefung im Mehl die Hefe hinein. Anschließend geben Sie 1 TL Zucker hinzu und verrühren das Ganze mit etwas lauwarmer Milch zu einer flüssigen Masse. Dann decken Sie die Schüssel ab und lassen den Teig circa 45 Minuten gehen.

Die Rosinen und Korinthen übergießen Sie in der Zwischenzeit mit kochendem Wasser und lassen sie etwa 15 Minuten quellen. Danach gießen Sie das Wasser ab und tupfen Rosinen und Korinthen behutsam trocken.

Schmelzen Sie nun die Butter und erwärmen Sie die Milch, bis sie lauwarm ist. Geben Sie beides zum aufgegangenen Hefeteig hinzu und verrühren Sie alles mit dem Zucker und den Gewürzen. Sie müssen kräftig rühren und kneten, bis sich die Masse von selbst vom Schüsselrand löst. Den Teig lassen Sie anschließend erneut 1 Stunde gehen.

Geben Sie Mandeln, Rosinen, Zitronat und Orangeat hinzu und kneten Sie die Masse gut durch. Anschließend lassen Sie das Ganze abermals 1 Stunde gehen.

Heizen Sie den Backofen auf 180 °C (Ober- und Unterhitze) vor und geben Sie den Stollenteig auf ein mit Butter gefettetes Backblech. Formen Sie ihn zum Laib und lassen Sie den Stollen etwa 45 Minuten lang backen. Zur Garprobe stechen Sie mit einem spitzen Gegenstand (Stricknadel, Rouladennadel) in die Mitte des Teiges.

Vermischen Sie nun Hagel- und Vanillezucker. Nehmen Sie den Stollen aus dem Ofen und bepinseln Sie ihn mit zerlaufener Butter. Anschließend bestreichen Sie ihn mit der Zuckermischung und bestreuen ihn mit dem Puderzucker, bis eine weiße Schicht entsteht.

Lassen Sie ihn abschließend komplett auskühlen. Der Stollen muss luftdicht verpackt werden und kühl und trocken lagern.

Gut gelagert ist der Christstollen nach dem Backen durchaus mehrere Monate haltbar. Es ist also überhaupt kein Problem, bereits Wochen vorher zu backen, damit Sie Familie und Freunde zu Weihnachten mit einem Christstollen verwöhnen können.  © 1&1 Mail & Media