Die Feuerzangenbowle ist weitaus älter als der gleichnamige Film, der sie in den 1940er-Jahren berühmt machte. Das ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit gehäuft Veranstaltungen stattfinden, die Film und Getränk als kultige Einheit feiern. Doch warum ausgerechnet im Winter? Das dürfte mit der Herstellung und den Zutaten der Feuerzangenbowle zu tun haben.

Neben wärmenden Flammen gehören nämlich auch weihnachtliche Gewürze wie Zimt und Nelken zu jedem Feuerzangenbowle-Rezept. Zudem passt die fast zeremonielle Zubereitung ausgezeichnet zu Feiern im gemütlichen kleinen Kreis. Dazu wird ein fester Zuckerhut über eine Mischung aus Wein und Saft auf die Namen gebende Feuerzange gelegt, mit Alkohol getränkt und angezündet, bis er sich schließlich verflüssigt und in die Weinmischung tropft. Falls Sie also noch auf der Suche nach einem Highlight für die kommenden Weihnachts- und Silvesterfeiern sind, werden Sie Ihre Gäste mit einer Feuerzangenbowle ganz bestimmt überzeugen.

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Doch wie macht man eine Feuerzangenbowle? Fotos und Videos zeigen oft nur den lodernden Zuckerhut über der Feuerzangenbowle, was imposant wirkt und den Anschein einer schwierigen und gefährlichen Prozedur vermittelt. Doch der Schein trügt. Wenn Sie sich an das Feuerzangenbowle-Rezept im Original halten und die entsprechenden Zutaten und Geräte verwenden, haben Sie im Handumdrehen einen schmackhaften Punsch gebraut.

Die richtigen Feuerzangenbowle-Zutaten

Die Zubereitung einer perfekten Feuerzangenbowle beginnt schon bei der Auswahl der Zutaten. Die Basis bildet ein trockener Rotwein. Auch wenn Sie diesen normalerweise nicht mögen, sollten Sie zugreifen, denn während der Zubereitung wird viel Zucker hinzugefügt und das Getränk kann schnell zu süß werden. Damit ist es auch schon klar – ohne Zucker kommt kein Rezept für eine Feuerzangenbowle aus. Für die spezielle Zubereitungsart der Feuerzangenbowle gibt es vorgefertigte Zuckerhüte im Handel, die besonders fest sind und nur durch große Krafteinwirkung oder eben mithilfe von Flüssigkeit und Hitze ihre Form verlieren. Die dritte wichtige Zutat ist Rum mit einem möglichst hohen Alkoholanteil von über 50 Prozent. Mit diesem tränken und flambieren Sie später den Zuckerhut – je höher der Alkoholgehalt, umso besser brennt der Rum und desto schneller schmilzt der Zuckerhut auf der Feuerzange.

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Jetzt fehlen nur noch die Zutaten, die für den charakteristischen weihnachtlichen Geschmack sorgen. Diese variieren je nach Rezept für die Feuerzangenbowle, doch in den meisten Fällen werden Zimtstangen, Orangen, Zitronen, Gewürznelken und Sternanis verwendet. Beim Kauf der Zitrusfrüchte sollten Sie darauf achten, unbehandelte Früchte zu kaufen, da diese mitsamt der Schale verarbeitet werden können. Und auch wenn einige Feuerzangenbowle-Rezepte ganz ohne zusätzliche Flüssigkeit auskommen, gehört zu unserem noch Orangensaft, der den Geschmack Ihrer Feuerzangenbowle milder und fruchtiger macht.

Unser Feuerzangenbowle-Rezept

Alle Zutaten für die Feuerzangenbowle auf einen Blick:

  • 2 Liter trockener Rotwein
  • 400 Milliliter Rum (hochprozentig)
  • 1 Zuckerhut
  • 1 Orange
  • 1 Zitrone
  • 1 Zimtstange
  • 5 Gewürznelken
  • 3 Sternanis

Im ersten Schritt erhitzen Sie Wein und Orangensaft in einem großen Topf auf etwa 70 Grad – die Flüssigkeit sollte zwar heiß sein, jedoch nicht kochen. Ist die nötige Temperatur erreicht, fügen Sie der zukünftigen Feuerzangenbowle die Zutaten Sternanis, Gewürznelken und die Zimtstange hinzu und lassen alles etwas ziehen. Anschließend gießen Sie die Mischung in ein feuerfestes Gefäß, welches Sie auf ein Stövchen stellen können. Schneiden Sie nun die Zitrone und die Orange in dünne Scheiben und geben Sie sie in die Feuerzangenbowle.

Nun kommt der spektakuläre Teil: Legen Sie die Feuerzange mit dem Zuckerhut auf das Bowle-Gefäß. Tränken Sie den Zuckerhut nun langsam mit Alkohol, indem Sie so viel Rum auf ihn gießen, wie er aufnehmen kann. Anschließend geben Sie etwas Rum in eine Schöpfkelle, zünden ihn an und übergießen den Zuckerhut mit dem brennenden Rum, bis er vollständig in Flammen steht. Der Zucker wird sich nun verflüssigen und über die Feuerzange in die Bowle laufen. Gießen Sie entsprechend nach, bis Rum und Zuckerhut verbraucht sind und Ihre Feuerzangenbowle fertig ist. Dabei sollten Sie den Rum niemals aus der offenen Flasche direkt in die Flammen gießen, sondern immer mit der Kelle verteilen. Zum Schluss noch einmal gut rühren, und schon ist die Feuerzangenbowle fertig.

Die Feuerzangenbowle und ihr Inhalt: Wie viele Kalorien und wie viel Alkohol?

Über die Zutaten für die Feuerzangenbowle und ihre Zubereitung haben Sie jetzt alles erfahren, doch was versteckt sich noch in dem leckeren Getränk?

Ernährungsbewusste Leser ahnen bestimmt, dass die Feuerzangenbowle einige Kalorien enthält. Dafür sorgen sowohl Zucker als auch Alkohol. Ein 200-ml-Glas Feuerzangenbowle hat in etwa 254 kcal – kein Problem für einen besonderen Anlass oder während eines Bummels auf dem Weihnachtsmarkt. Figurbewusste sollten sich aber nicht allzu oft mit dem süßen Heißgetränk aufwärmen.

Der zweite Wert, den man der Feuerzangenbowle nicht ansieht, ist ihr Alkoholgehalt. Dieser hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie dem verwendeten Wein und Rum, aber auch der Brenndauer des Alkohols. Im Durchschnitt hat die Feuerzangenbowle einen Alkoholgehalt von 13 bis 14 % und liegt damit deutlich über Glühwein, der 10 % oder weniger hat.

Welches Essen passt zur Feuerzangenbowle?

Bei diesem hohen Alkoholanteil sollten Sie vor der Feuerzangenbowle etwas Gehaltvolles zu sich nehmen. Deftige Gerichte vom Weihnachtsmarkt sind eine optimale Grundlage und sorgen dafür, dass Ihnen die Feuerzangenbowle nicht schon nach den ersten Schlucken zu Kopf steigt. Doch auch Gebäck wie Lebkuchen, Christstollen oder Weihnachtsplätzchen sind eine tolle Ergänzung. Der Teig saugt den Alkohol auf, gleichzeitig passen die Plätzchen- und Lebkuchen-Aromen perfekt zu den Feuerzangenbowle-Zutaten.  © 1&1 Mail & Media