Ein Muss bei jedem Besuch des Münchner Oktoberfests sind die Zelte. Sie sind das Highlight des Volksfests und die besten Orte für die größte Gaudi.


Die Theresienwiese in München ist Schauplatz des größten Volksfests der Welt – das Oktoberfest. Mehr als 6 Millionen Besucher strömen Jahr für Jahr auf die Wiesn, um mit dem Riesenrad zu fahren, die berühmten Hendl zu essen oder sich in bayerischer Tracht zu präsentieren. Der Großteil des Fests spielt sich in und rund um die großen Oktoberfest-Zelte ab, in denen getanzt, gesungen und natürlich auch die berühmten Mass Bier getrunken werden.


Die Zelte beim Oktoberfest sind das Herzstück der Veranstaltung und darin feiern neben normalen Besuchern auch Stars und Sternchen. Insgesamt 14 große Bierzelte gibt es auf dem Festplatz, zusammengerechnet bieten sie Platz für über 70.000 Gäste. Darüber hinaus gibt es auf dem Oktoberfest noch 21 mittelgroße und kleinere Zelte, in denen jeweils einige hundert Gäste Platz finden.



Oktoberfest-Zelte mit großer Tradition

Die Oktoberfest-Zelte weisen eine lange Tradition auf. Das älteste Zelt auf der Wiesn ist der Schottenhamel, der 1867 zum ersten Mal auf dem Fest vertreten war. Insgesamt sechs der heutigen Zelte hatten ihr Debüt bereits im 19. Jahrhundert. Das jüngste Zelt auf dem Oktoberfest ist der Marstall, der im Jahr 2014 erstmals auf der Theresienwiese zu finden war. Er ist der Nachfolger des Hippodroms. Das Winzerer Fähndl, auch als Paulaner Festhalle bekannt, ist das mit Abstand größte Zelt. Es bietet im Inneren Sitzplätze für 8.450 Gäste. Hinzu kommt der Außenbereich, wo zusätzlich 2.450 Menschen sitzen können. Mit 1.000 Plätzen drinnen und 1.900 im Außenbereich ist das Käferzelt das kleinste auf dem Oktoberfest. Für die richtige Stimmung in den Zelten sind die Live-Bands verantwortlich, die jedes Jahr aufs Neue auf der Suche nach dem aktuellen Wiesn-Hit sind. In den großen Zelten gibt es keinen Stehausschank. Eine Ausnahme ist lediglich das Hofbräuhaus-Zelt, in dem das Bier auch an Stehtischen getrunken werden kann. Apropos Bier: der Preis für eine Mass Bier liegt bei etwa 10 Euro. Welches Outfit für den Besuch auf dem Oktoberfest angesagt ist, erfahren Sie in unseren Oktoberfest-Trends 2015.



Welches Zelt auf dem Oktoberfest darf's sein?

Jedes der 14 großen Oktoberfest-Zelte hat seinen ganz eigenen Charme und steht für ein einmaliges Erlebnis auf dem größten Volksfest der Welt. Der Aufbau der großen Festzelte beginnt bereits viele Wochen zuvor, im Juli. Eine sehr beliebte Lokalität ist das Käferzelt auf dem Oktoberfest, wo sich die Prominenten die Klinke in die Hand geben. So kann man bei einer Mass Bier zünftig über die aktuellen Oktoberfest-Frisuren der Stars diskutieren. Darüber hinaus gibt es in der Schänke auch ein hervorragendes kulinarisches Angebot. Bei der Käfer-Ente oder dem Rehrücken kommen Feinschmecker voll auf ihre Kosten. Das Zelt ist bis 1:00 Uhr nachts geöffnet und gehört somit zu den Zelten mit den großzügigsten Öffnungszeiten.



Für Weinliebhaber ist ein Besuch im Weinzelt auf dem Oktoberfest ein absolutes Muss. Dort gibt es eine Auswahl von über 15 Weinen und zusätzlich verschiedene Champagner- und Sekt-Sorten. Wer vom Bier genug hat, ist dort also bestens aufgehoben. Mit 2.500 Sitzplätzen im Innenbereich gehört das Zelt schon zu den kleineren und gemütlichen, was der Stimmung keinen Abbruch tut. Eine der klassischen Lokalitäten ist das Schützenzelt auf dem Oktoberfest. Dort findet an 110 Schießständen das Oktoberfest-Landesschießen statt. Seitdem die Band "Niederalmer" im Schützenzelt für Stimmung sorgt, hat sich das Publikum stark verjüngt, sodass dort Jung und Alt miteinander feiern. Fast alle Zelte auf dem Oktoberfest haben von Montag bis Freitag zwischen 10 und 23:30 Uhr geöffnet. Der letzte Bierausschank findet um 22:30 Uhr statt. Ausnahmen sind lediglich das Weinzelt und Käfers Wiesnschänke, die bis 1:00 Uhr geöffnet haben. Der letzte Ausschank erfolgt dort gegen 0:30 Uhr. Am Wochenende öffnen die Zelte bereits um 9:00 Uhr.


Einlass in die begehrten Oktoberfest-Zelte: oft nur mit Reservierung

Um auch tatsächlich einen Tisch in den Oktoberfest-Zelten zu bekommen, gibt es zwei Möglichkeiten. Eine ist, sich in aller Frühe vor einem der Zelte anzustellen, in der Hoffnung, einen Platz zu ergattern. Allerdings ist der Ansturm bereits kurz nach der Eröffnung immens, sodass es keine Garantie gibt, dass die Mühen auch mit einem der begehrten Plätze belohnt werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte einen Tisch reservieren. Jedes Oktoberfest-Zelt handhabt die Reservierung unterschiedlich, in der Regel ist sie aber per Fax oder Telefon möglich. Besonders beliebt sind die Zelte natürlich am Wochenende. Falls Sie einen Zeltbesuch für Samstag oder Sonntag planen, ist es ratsam, bereits im November des Vorjahres zu reservieren. Im darauffolgenden Frühjahr werden dann die Zu- oder Absagen zugestellt. Für einen Termin unter der Woche gibt es häufig auch noch drei oder vier Wochen vor dem Fest die Möglichkeit, Plätze zu reservieren. Beachten Sie bei einer Reservierung aber Folgendes: Die Zelte auf dem Oktoberfest sind in der Regel mit Bierbänken ausgestattet, an denen 10 Personen Platz haben. Daher erfolgt auch die Reservierung in Zehnergruppen und es kann kein romantischer Tisch für zwei gebucht werden.



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