Die italienische Polizei hat nach Ermittlungen im Umfeld des Attentäters des Berliner Weihnachtsmarkts drei mutmaßliche Dokumentenfälscher im Raum Neapel verhaftet.

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Die Strafverfolgung wirft den Verdächtigen vor, italienische Pässe gefälscht und Beihilfe zur illegalen Einwanderung geleistet zu haben. Das teilte die Polizei am Donnerstag in Neapel mit. Ein vierter mutmaßlicher Täter wurde demnach per europäischem Haftbefehl im niederländischen Rotterdam festgesetzt.

Die Ermittler kamen den Verdächtigen aus Ghana, Senegal und Guinea eigenen Angaben zufolge durch Untersuchungen nach dem Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt 2016 durch Anis Amri auf die Spur. Dieser habe von den Machenschaften der kriminellen Bande, Ausweispapiere zu fälschen, profitiert. Dadurch gerieten zwei Druckereien in Neapel ins Visier der Fahnder, in denen die gefälschten Dokumente hergestellt wurden.

Die Polizei durchleuchtete außerdem etwa 70 Menschen mit größtenteils tunesischer und zentralafrikanischer Staatsbürgerschaft und Wohnsitz in Italien, die Verbindungen zu der Bande gehabt haben sollen, wie aus der Mitteilung weiter hervorging. Die Ermittlungen seien Teil einer größeren Operation gegen kriminelle Organisationen, während der insgesamt 19 Menschen festgenommen und 100 Durchsuchungen in Italien durchgeführt wurden.  © dpa