Nürnberg - 70 000 Besucher haben bis zum Sonntag den Evangelischen Kirchentag in Nürnberg besucht. So viele Tickets seien für die fünftägige Veranstaltung verkauft worden, sagte Kirchentagsgeschäftsführer Stephan Menzel am Sonntag. Zwischen 80 und 85 Prozent seien Fünf-Tages-Tickets gewesen. Insgesamt seien aber noch viel mehr Menschen bei den kostenlosen Veranstaltungen in der Innenstadt dabei gewesen - allein am Abend der Begegnung zum Start seien es 130 000 gewesen.

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Sommermärchen 2023 des Glaubens

"Wir haben einen wunderbaren Kirchentag erlebt", betonte Kirchentagspräsident Thomas de Maizière. Der Nürnberger Oberbürgermeister Marcus König (CSU) sprach von einem "Sommermärchen 2023 des Glaubens".

Der 38. Deutsche Evangelische Kirchentag in Nürnberg war sehr politisch - mit Gästen wie Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Außenministerin Annalena Baerbock und dem Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer.

"Ich habe mit bebendem Herzen gewartet, wie er begrüßt wird", sagte de Maizière. Das Kirchentagspublikum gilt traditionell als pazifistisch. Dass auch Breuer mit Applaus begrüßt worden sei, spreche für das offene und respektvolle Diskussionsklima, sagte der Kirchentagspräsident: "Die Stimmung war gelöst, die Herzen offen, der Verstand klar." Er betonte: "Wenn es gelingt, die harten und strittigen Themen auf diese Weise zu bearbeiten, dann hat dieser Kirchentag unserem Land gedient."

Der nächste Kirchentag soll 2025 in Hannover stattfinden.  © dpa

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