Jahresrückblick 2015: Die Mogelpackungen des Jahres

Viele Packungen verändern sich mit der Zeit. Zum selben Preis bekommt man dann leider oft weniger Inhalt. Die Verbraucherzentrale Hamburg wählt regelmäßig die "Mogelpackung des Monats" und veranstaltet auch dieses Jahr wieder eine Wahl zur "Mogelpackung des Jahres".

Mogelpackung Januar: Iglo hat den Namen der Produktreihe "Viva Italia!" in "Gerührt & Verführt" geändert und die Füllmenge von 500 auf 350 Gramm reduziert. Der Preis bleibt allerdings derselbe, das ist eine versteckte Preiserhöhung von 43 Prozent.
Mogelpackung Februar: Pampers war 2014 die "Mogelpackung des Jahres" und reduziert weiter. Bei den Größen 2 und 3 sind es zwei Windeln weniger pro Packung, bei den Größen 4, 4+, 5 und 6 ist es eine weniger. Mit den Einsparungen vom letzten Jahr ist das ein Preisanstieg von bis zu 15 Prozent in einem Jahr.
Mogelpackung März: Die 1-Liter-Platsikflaschen von "Gerolsteiner moment" wurden im Handel durch 0,75-Liter-Flaschen ersetzt, zum gleichen Preis. Das entspricht einer Preiserhöhung von 33,3 Prozent.
Mogelpackung Mai: Lidl verkauft unter der Marke "Bellarom" Pappschachteln mit Kaffeekapseln. Dabei sind nur 52 Gramm Kaffee in 10 Kapseln enthalten und knapp 60 Gramm Abfall. Zum Vergleich: Für 500 Gramm Kaffee in der üblichen Vakuumpackung fallen etwa 20 Gramm Verpackungsmüll an. Die Kapseln von Lidl produzieren also circa 30 Mal mehr Müll.
Mogelpackung August: Colgate-Palmolive hat die Füllmenge seiner Zahnpasta Dentagard von 100 Milliliter auf 75 Milliliter reduziert. Preisschilder mit falschen Angaben gaukeln dem Kunden teilweise weiterhin vor, dass es dieselbe Menge zum gleichen Preis ist. Das entspricht einer Preiserhöhung von 33 Prozent.
Mogelpackung November: Der Kaffeekonzern Jacobs Douwe Egberts packt in seine "Jacobs Latte Macchiato Classico" Verpackung der Marke Tassimo nur noch 264 Gramm Kaffee anstatt 475,2 Gramm. Außerdem enthalten die Kapseln kein Vollmilchkonzentrat mehr, sondern "Mogelmilch" aus Milchproteinen, Milchmineralien und Wasser. Auch auf ihrer Facebook-Seite informiert die Verbraucherzentrale Hamburg regelmäßig über Mogelpackungen: www.facebook.de/vzhh.