Weihnachten und der Jahreswechsel sind die Zeit der inneren Einkehr – in diesem Jahr buchstäblich. Denn wir alle werden die Feiertage im Lockdown verbringen. Um trübe Gedanke zu vertreiben hilft nur eines: das Licht am Ende des Tunnels anvisieren.

Anja Delastik
Eine Kolumne
von Anja Delastik
Diese Kolumne stellt die Sicht der Autorin dar. Hier finden Sie Informationen dazu, wie wir mit Meinungen in Texten umgehen.

+++ Intensivmedizin dringt auf eiligen Lockdown +++ Kultusminister bereiten sich auf Schulschließungen vor +++ Übersterblichkeit durch Corona +++ Arbeitnehmer im Burnout +++

Wäre die Laune nicht längst im Keller, die Ticker-News kurz vor Weihnachten würden sie endgültig vermiesen. Von Feiertagsstimmung keine Spur, statt Besinnlichkeit herrschen pandemische Unsicherheit, Corona-Chaos und komplette Erschöpfung.

Licht am Ende des Tunnels ...

Gewiss, die Lage ist ernst. Doch sie ist nicht hoffnungslos. Und Panikschieben (und Panikmache) hilft niemandem weiter. Besinnlichkeit ist verwandt mit Besonnenheit, beides tut jetzt gut.

Besinnen wir uns vielleicht auf das, was 2020 uns gelehrt hat und jeder Einzelne von uns daraus für die Zukunft ableiten kann: Wie wir leben wollen, ob wir miteinander, nebeneinander her oder gegeneinander leben wollen.

Gemeinsam geht’s jedenfalls leichter. Vor allem, da 2021 so anstrengend beginnen wird, wie das Schicksalsjahr 2020 zu Ende geht.

Ob man jedoch Licht am Ende des Tunnels sieht (oder sehen will), kommt vor allem auf den Blickwinkel und den Standpunkt an.

... oder weiter im Dunklen tappen?

Wer sich auf das Gute konzentriert, bleibt zuversichtlich. Wer handfeste Lösungsansätze und einen Ausweg aus der Krise sucht, wird sie irgendwann auch finden.

Sogenannte Querdenker, Verschwörungsmystiker oder Dauernörgler, Menschen also, die stattdessen lieber nach vermeintlich Schuldigen, fantasievollen Ausreden, Komplotten und finsteren Machenschaften suchen, werden indes weiter im Dunkeln und ins Dunkel tappen.

Paradigmenwechsel im Weißen Haus

Dabei gibt es einiges, was hoffnungsvoll stimmen kann: Mit dem Führungswechsel im Weißen Haus wird im Januar ein Paradigmenwechsel einhergehen, der bereits zu spüren ist: weg von Trumpism, Rassismus, Fake News und Narzissmus, hin zu mehr Toleranz, Vernunft und Demokratie.

Gewiss, vier Jahre Donald Trump haben viel Unheil angerichtet, einiges davon nachhaltig. Und es bleibt abzuwarten, welchen Einfluss die neue US-Regierung auf die internationale Politik und damit auch auf die Pandemie und andere globale Themen, wie etwa Umweltschutz oder Menschenrechte, nehmen wird. Aber sicher ist schon jetzt: Schlimmer geht's nimmer.

Sieg der Vernunft

Für den zukünftigen US-Präsidenten Joe Biden ist es vermutlich auch ziemlich egal, dass Donald Trump die Entwicklung des ersten zugelassenen Biontech-Impfstoffs fälschlicherweise als Erfolg seiner Regierung darstellte.

Eine wissenschaftliche Errungenschaft ist immer auch ein Sieg der Vernunft. Und der Verdienst von Menschen, die nach dem Licht am Ende des Tunnels forschen.

So wie die Wissenschaftler in Bayern, die kürzlich einen SARS-CoV-2-Blocker präsentierten, der die Infektion von Zellen verhindern könne und mit dem schwer an COVID-19 erkrankte Menschen wirksam behandelt werden können. Aktuell hofft das Biopharma-Unternehmen Formycon auf eine rasche Zulassung.

Luft holen, Kraft tanken

Versucht 2020 etwa, sich kurz vor Ende bei uns einzuschmeicheln? Keine falsche Gnade, außer mit uns selbst. Denn nach diesem Jahr haben wir uns alle eine kleine Pause verdient. Um uns zu besinnen, aber auch um wieder Luft zu holen und Kraft zu tanken.

Damit wir dem verflixten Virus 2021 endgültig den Garaus machen können. Frohe Weihnachten und ein gesundes neues Jahr!

Mehr Jahresrückblicke 2020 finden Sie hier

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