• 22:24 Uhr: Kabinett berät über schärfere Corona-Regeln ab Montag in Sachsen
  • 17:11 Uhr: Polizei erwischt 40 Menschen bei illegaler Swingerparty
  • 16:02 Uhr: Brinkhaus kritisiert Scholz: Corona-Hilfen fließen zu langsam
  • 14:22 Uhr: Krankenhäuser fordern Rücknahme der Lockerungen um Weihnachten
  • 11:05 Uhr: Söder: Schlendrian im Umgang mit Corona ist Grund für hohe Zahlen
  • 09:30 Uhr: Deutsche Bahn verstärkt ab Montag Kontrolle der Maskenpflicht in ihren Zügen
  • 06:01 Uhr: 12.332 Fälle: Corona-Neuinfektionen über Vorwochenwert

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Top-News: Kabinett berät über schärfere Corona-Regeln ab Montag in Sachsen

In Sachsen könnte es nach Medienberichten von der kommenden Woche an strengere Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie geben. Unter Berufung auf Regierungskreise berichtet die "Bild"-Zeitung am Montagabend, es werde diskutiert, Geschäfte vom kommenden Montag an (14. Dezember) zu schließen. Nur lebensnotwendige Läden sollen - wie im Frühjahr - offen bleiben. Welche das neben Lebensmittel-Geschäften genau sind, sei noch unklar.

Sachsens Regierungssprecher Ralph Schreiber konnte den Bericht am Abend nicht bestätigen. Er verwies darauf, dass das Kabinett am Dienstag zu den verschärften Corona-Schutzmaßnahmen tagen wolle. Dann sollen Eckpunkte für weitere Maßnahmen und auch eine Zeitschiene festgelegt werden, sagte Schreiber der Deutschen Presse-Agentur. Dies könne dann von den parlamentarischen Gremien beraten werden. Dann könnte am Freitag eine Sondersitzung des Kabinetts einen Beschluss fassen.

Auch die in Chemnitz erscheinende "Freie Presse" berichtete am Montagabend online, dass die verschärften Maßnahmen kommende Woche beginnen und bis zum 10. Januar dauern sollen. Der genaue Start sei unklar, schreibt das Blatt, der 14. Dezember gelte als möglicher Termin.

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hatte am Montag nach einem Gespräch mit Vertretern von Industrie und Handwerk härtere Schutzmaßnahmen angekündigt, aber noch keine Details nennen wollen. Er sagte, zusätzliche Maßnahmen seien erforderlich, deswegen werde es sie auch geben.

Alle weiteren Corona-Meldungen des Tages im Überblick:

Israel: Nächtliche Ausgangsbeschränkungen geplant

21:28 Uhr: Nach einem Anstieg der Infektionszahlen setzt das israelische Coronavirus-Kabinett auf nächtliche Ausgangsbeschränkungen. Die Maßnahme soll ab Mittwoch gelten, wie das Gremium nach Angaben des Büros von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Montagabend beschloss. Weitere Details wurden zunächst nicht genannt.

Medienberichten zufolge sollen die neuen Einschränkungen bis zum 2. Januar dauern und damit unter anderem das jüdische Lichterfest Chanukka und die Weihnachtsfeiertage umfassen. Die Regierung muss den Plänen und Einzelheiten nach einem Bericht der "Jerusalem Post" noch zustimmen. Damit wurde demnach am Dienstag gerechnet.

In dem Neun-Millionen-Einwohner-Land hatten die Infektionszahlen nach einem vergleichsweise milden Pandemie-Beginn im Sommer massiv zugenommen. Als Grund gelten unter anderem verfrühte Lockerungen. Mitte September verhängte die Regierung einen zweiten landesweiten Lockdown, um einen Zusammenbruch des Gesundheitssystems zu verhindern. Die Zahlen sanken von mehr als 9.000 Neuinfektionen pro Tag auf mehrere hundert. Mitte Oktober begann die Regierung damit, schrittweise Lockerungen umzusetzen. Zuletzt nahmen die Infektionszahlen wieder zu. Seit Tagen hatte es Spekulationen über striktere Maßnahmen gegeben.

Tschechische Regierung will Notstand bis 11. Januar verlängern

20:30 Uhr: Die tschechische Regierung will den Notstand wegen der Corona-Pandemie bis zum 11. Januar verlängern. Das beschloss das Minderheitskabinett unter Ministerpräsident Andrej Babis am Montag. Die endgültige Entscheidung liegt beim Abgeordnetenhaus. Derzeit gilt, dass sich bis zu zehn Personen in Innenräumen und bis zu 50 im Freien versammeln dürfen.

Nur wenige Tage nach den jüngsten Lockerungen beschloss die Regierung in Prag wieder erste Verschärfungen der Corona-Schutzmaßnahmen. Die Sperrstunde für Restaurants und Kneipen, die erst seit Donnerstag wieder öffnen dürfen, wird von Mittwoch an um zwei Stunden auf 20 Uhr vorgezogen. Der Alkoholkonsum an öffentlichen Plätzen wie auf Weihnachtsmärkten wird ganz verboten.

Die Corona-Situation verschlechtere sich nicht, sie verbessere sich aber auch nicht, hieß es zur Begründung. Am Montag wurden 1.113 neue bestätigte Fälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Seit Beginn der Pandemie gab es nach Angaben des Gesundheitsministeriums insgesamt 546.833 Infektionen und 8.902 Todesfälle. Tschechien hat knapp 10,7 Millionen Einwohner.

WHO gegen allgemeine Corona-Impfpflicht

19:45 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich gegen eine allgemeine Corona-Impfpflicht ausgesprochen. "Ich denke nicht, dass Vorschriften besonders bei dieser Impfung der richtige Weg sind", sagte WHO-Impfexpertin Kate O'Brien am Montagabend in Genf. Eine Impfung gegen das Virus vorzuschreiben oder nachdrücklich zu empfehlen, könne in bestimmten Berufsfeldern wie der Intensivmedizin sinnvoll sein. Es gebe aber Beispiele, in denen eine Impfpflicht den gegenteiligen Effekt gehabt und nicht zu einer höheren Immunisierungsrate in der Bevölkerung geführt habe.

"Ich denke, wir sind viel besser beraten, den Menschen die Daten und die Vorteile zu präsentieren und sie selbst entscheiden zu lassen", fügte WHO-Nothilfekoordinator Mike Ryan hinzu. Allerdings gebe es manche Umstände, unter denen eine Impfung seiner Meinung nach die einzige verantwortungsvolle Option sei, sobald die Impfstoff vollständig verfügbar sei.

Die Debatte darüber, ob eine Impfung gegen den Erreger Sars-CoV-2 vorgeschrieben sein soll, wird in verschiedenen Staaten unterschiedlich geführt. In Deutschland hat die Bundesregierung einer Impf-Verpflichtung mehrfach eine klare Absage erteilt. "Ich gebe ihnen mein Wort: Es wird in dieser Pandemie keine Impfpflicht geben", betonte etwa Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im Bundestag.

Dänischer Prinz Christian positiv auf Coronavirus getestet

18:30 Uhr: Nach einem lokalen Corona-Ausbruch an seiner Schule ist der dänische Prinz Christian (15) positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der älteste Sohn von Kronprinz Frederik (52) und Kronprinzessin Mary (48) halte sich nun gemeinsam mit der Kronprinzenfamilie in einem Teil von Schloss Amalienborg in Isolation auf, teilte das dänische Königshaus am Montagabend mit.

Abgesehen von seinen Eltern und Geschwistern habe er in letzter Zeit keinen Kontakt zu anderen Mitgliedern der königlichen Familie gehabt. Christian geht in Hellerup nördlich von Kopenhagen auf eine öffentliche Schule, er ist hinter seinem Vater die Nummer zwei der dänischen Thronfolge.

Polizei erwischt 40 Menschen bei illegaler Swingerparty

17:11 Uhr: Eine illegale Sexparty hat die Polizei in Karlsruhe beendet. Die rund 40 "überwiegend nur sehr spärlich" bekleideten Frauen und Männer seien in flagranti in einem Hotel von Beamten erwischt worden, teilte die Polizei am Montag mit.

Die Menschen im Alter zwischen Mitte 20 und Mitte 50 mussten sich schleunigst anziehen und am Samstagabend das Hotel verlassen - vorher aber noch ihre Daten den Polizisten geben. Denn gegen jeden der Gruppe wird nun wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln ermittelt.

Die Teilnehmer seien aus verschiedenen Teilen Baden-Württembergs sowie aus Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen angereist. Das Hotel wurde teilweise zu einem Swingerklub umfunktioniert. Nach Angaben eines Polizeisprechers mussten die Partygäste knapp 100 Euro Eintritt zahlen. In dem Hotel habe es Räume gegeben, die als Umkleide genutzt wurden.

Details zum Ablauf der Swingerparty wollte der Sprecher nicht nennen - fest stand zunächst nur, dass die Leute nicht einmal Mund-Nasen-Schutz trugen. Wer die Sexparty wie genau organisiert hatte, stand erst einmal nicht fest.

Brinkhaus kritisiert Scholz: Corona-Hilfen fließen zu langsam

16:02 Uhr: Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) hat das Bundesfinanzministerium dafür kritisiert, dass die staatlichen Corona-Hilfen an Unternehmen und Selbstständige erst im Januar fließen. "Da hatte (Bundesfinanzminister) Olaf Scholz uns eigentlich mehr zugesagt, dass das schneller gehen soll", sagte Brinkhaus am Montag in Berlin vor einer Video-Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag. "Und da werden wir ihn jetzt auch nicht rauslassen." Zusammen mit den Ländern solle geprüft werden, dass es schneller gehe.

Bei den November- und Dezemberhilfen bekommen vom Teil-Lockdown betroffene Unternehmen und Selbstständige 75 Prozent des entgangenen Umsatzes ersetzt. Zehntausende Direkt- und Abschlagszahlungen wurden bereits bewilligt. Wie aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der FDP im Bundestag hervorgeht, fließt das Geld aber nicht vor Januar.

Brinkhaus sagte, die bisher geleisteten Abschlagszahlungen seien teilweise für größere Unternehmen nur der "Tropfen auf dem heißen Stein". "Wir wollen, dass die Liquidität erhalten bleibt und dass die Unternehmen nicht gezwungen werden, andere Maßnahmen einzuleiten", sagte er.

Brüssel ermöglicht Steuerbefreiung für Corona-Impfungen und Tests

14:51 Uhr: Brüssel hat den Weg für eine zeitweise Mehrwertsteuerbefreiung für Corona-Impfstoffe geebnet. Wie die Mitgliedstaaten der Europäischen Union am Montag entschieden, sollen Länder die Mehrwertsteuer auf Impfstoffe, Testkits und eng damit verbundene Dienstleistungen zeitweise vollständig erlassen können. Auch Ermäßigungen sind demnach möglich.

Die bereits geltende Option, die Mehrwertsteuer für Impfstoffe zu reduzieren, wird damit ausgeweitet. Die Regelung soll bis Ende 2022 gelten. Ziel ist es, einen günstigen Zugang zu Tests und Impfdosen sicherzustellen.

Krankenhäuser fordern Rücknahme der Lockerungen um Weihnachten

14:22 Uhr: Die deutschen Krankenhäuser haben aufgrund anhaltend hoher Neuinfektionen eine Rücknahme der Corona-Lockerungen über Weihnachten und Silvester gefordert. Mildere Regelungen etwa bei Kontaktbeschränkungen könnten "zu einem Anstieg der Infektionszahlen führen, mit weiteren Folgen für Kliniken", sagte der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, dem "Handelsblatt" (Online).

Die jetzige Situation sei für das Personal in vielen Kliniken ohnehin schon belastend und herausfordernd. "Wir haben heute 40 Prozent mehr Intensivpatienten als im Frühjahr, und anders als im Frühjahr ist dies keine kurzzeitige Situation, sondern schon seit Wochen so, ohne dass wir ein Ende erkennen können", sagte Gaß weiter.

Damit sich die Lage auf den Intensivstationen nicht weiter verschlimmert, befürwortet Gaß Verschärfungen der Maßnahmen "in Gebieten mit sehr hoher Inzidenz". Denn der Appell der Bundesregierung, private Kontakte zu minimieren, fruchte offenbar nicht.

Söder: Schlendrian im Umgang mit Corona ist Grund für hohe Zahlen

11:05 Uhr: Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder mach das "schludrige Umgehen mit den Corona-Auflagen" für die konstant hohen Corona-Infektionszahlen verantwortlich. "Es ist an einigen Stellen ein Schlendrian eingekehrt", sagte er am Montag vor einer Videokonferenz des CSU-Vorstands in München. Aus diesem Grund sei die zweite Infektionswelle auch die heimtückischere. "Sie wird oft unterschätzt." Im Frühjahr hätten sich viele Menschen konsequenter an die Vorgaben gehalten, auch im Handel werde inzwischen nicht mehr alles so genau genommen.

Um die Infektionszahlen wieder nach unten zu bekommen, brauche es jetzt einen "Mentalitätswandel", sagte Söder. Es dürfe nicht darum gehen, immer das "letzte Haar in der Suppe" oder das "kleinste Schlupfloch" zu suchen, vielmehr müsse sich jeder bewusst machen, wie ernst die Lage sei. Jeder sei aufgerufen, daran zu arbeiten, wie die Situation verbessert werden könne.

Gleichzeitig sind die geplanten Lockerungen der Corona-Auflagen über Weihnachten nach Ansicht von Söder auch in der gegenwärtigen Lage der Pandemie vertretbar. "Ich finde, wir brauchen schon eine Balance von Empathie und Rationalität", sagte der CSU-Chef am Montag vor einer Videokonferenz des Parteivorstandes in München. Natürlich könnte man auch sagen, dass man die strengeren Regeln auch über Weihnachten fortsetze, er halte die Ausnahme aber für vertretbar.

Weihnachten sei gerade für viele ältere Menschen von besonderer Bedeutung, für viele Menschen sei es ohnehin das wichtigste Fest des Jahres, sagte Söder. "Je älter man wird, desto mehr schätzt man den Wert von Familie", sagte Söder. Er sei überzeugt, dass man die Menschen in dieser ohnehin schon schwierigen Zeit "nicht zusätzlich noch mal extrem belastet". Hinzu komme, dass es an Weihnachten keine Parties gebe, die Feiern fänden einzig in den Familien statt. Daher sei es auch richtig, die Lockerungen nach Weihnachten wieder zurückzunehmen. "Silvester ist mehr Party als sinnliches Fest."

Deutsche Bahn verstärkt ab Montag Kontrolle der Maskenpflicht in ihren Zügen

09:30 Uhr: Die Deutsche Bahn (DB) hat mit Beginn der Woche die Kontrolle der Maskenpflicht in ihren Fernverkehrszügen verstärkt. In bis zu 50 Prozent dieser Züge seien im Dezember Sicherheitsteams aus Mitarbeitern der Bahn und Bundespolizisten an Bord, um auf die Einhaltung der Maskenpflicht hinzuweisen, teilte die Bahn am Montag mit. Damit verdopple die Bahn ihre Kontrollen im Fernverkehr. Die täglichen Kontrollen in den Regionalzügen und auf den Bahnhöfen würden unverändert fortgeführt.

Am Berliner Hauptbahnhof präsentierten Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), Bahn-Personenverkehrsvorstand Berthold Huber und Bundespolizeipräsident Dieter Romann einen ICE, der jeweils an den Endwagen mit einer Maske beklebt ist. Er solle in den kommenden Wochen "als rollender Botschafter für die Maskenpflicht und sicheres Reisen mit der Bahn" auf verschiedenen Strecken fahren, teilte der Konzern mit.

Huber betonte, die "ganz große Mehrheit" der Kunden habe "von Anfang an die Maske zum Schutz aller Reisenden im wahrsten Sinne mitgetragen". Verstöße seien die "absolute Ausnahme". Er kündigte zu Weihnachten eine weitere Verstärkung der Kontrollen an.

Die Deutsche Bahn rechnet über Weihnachten mit deutlich mehr Fahrgästen und hatte vergangene Woche bereits angekündigt, vom 18. bis 27. Dezember Sonderzüge einzusetzen und damit täglich 13.000 Plätze mehr im Fernverkehr anzubieten.

Impfkommission kündigt Entwurf zur Priorisierung an

08:09 Uhr: Die Ständige Impfkommission (Stiko) will noch in dieser Woche ihren Entwurf für die Priorisierung der Impfungen gegen das Coronavirus vorlegen. "Die Empfehlung wird dann für alle Länder und Gesundheitsbehörden verfügbar sein", sagte der Vorsitzende Thomas Mertens am Montag im Deutschlandfunk. Damit hätten sie alle Informationen, die sie für ihre Vorbereitungen bräuchten.

Die Stiko befürwortet zunächst eine Priorisierung der Impfungen mit dem Ziel, schwere COVID-19-Verläufe und Todesfälle zu vermeiden. Man müsse sich zunächst auf den Individualschutz konzentrieren, erklärte Mertens. Denn bis man einen epidemiologischen Effekt habe, also eine Änderung in der Dynamik des Infektionsgeschehens, werde es Monate dauern.

Deshalb sollten sich laut bisherigen Plänen der Bundesregierung Risikogruppen wie Ältere und Vorerkrankte vorrangig impfen lassen, aber auch Medizin- und Pflegepersonal sowie Menschen in Berufen zur Aufrechterhaltung staatlicher Funktionen und des öffentlichen Lebens.

Ab Mitte Dezember sollen die Impfzentren in Deutschland einsatzbereit sein, hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vergangene Woche gesagt - auch wenn bislang in der EU noch kein Impfstoff zugelassen ist. Das Mainzer Unternehmen Biontech und sein Partner Pfizer sowie der US-Konzern Moderna haben die Zulassung für ihre Vakzine allerdings bereits beantragt.

Trumps Anwalt Giuliani positiv auf Coronavirus getestet

07:36 Uhr: Der persönliche Anwalt von US-Präsident Donald Trump, Rudy Giuliani, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. "Werde schnell wieder gesund, wir machen weiter", schrieb Trump am Sonntag auf Twitter. Giuliani erklärte am Sonntag auf Twitter, er erhalte "großartige Pflege" und fühle sich "gut". "Ich erhole mich schnell und bin bei allem auf dem Laufenden", schrieb er. Der 76-jährige Jurist und einstige New Yorker Bürgermeister führt Trumps Kampf gegen seine Abwahl bei der Präsidentschaftswahl an.

Österreich lockert strikten Corona-Lockdown

07:11 Uhr: In Österreich wird der seit Mitte November geltende strikte Lockdown am Montag etwas gelockert. Aus der ganztägigen Ausgangssperre wird eine nächtliche Ausgangssperre von 20.00 bis 06.00 Uhr, außerdem dürfen wieder alle Geschäfte und Friseure öffnen. Zudem dürfen sich die Menschen wieder mit Mitgliedern eines anderen Haushalts treffen. Auch Museen und Bibliotheken dürfen am Montag wieder öffnen. Kulturveranstaltungen bleiben hingegen untersagt, Kinos geschlossen.

Einige Sportarten wie Eislaufen, Skilanglauf, Golf oder Leichtathletik sind wieder unter Auflagen erlaubt. Die Skigebiete dürfen aber erst ab dem 24. Dezember öffnen, Hotels und Gastronomiebetriebe müssen bis einschließlich 6. Januar geschlossen bleiben. Der strikte Lockdown war am 17. November in Kraft getreten, um die Corona-Pandemie einzudämmen.

12.332 Fälle: Corona-Neuinfektionen über Vorwochenwert

06:01 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt auf hohem Niveau, auch wenn die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) zum Wochenstart wieder vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet haben.

Innerhalb eines Tages wurden 12.332 neue Fälle übermittelt, wie das RKI am Montagmorgen bekanntgab. Das sind über 1.000 Fälle mehr als am vergangenen Montag, als die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen bei 11.168 lag. Der bisherige Rekord war am 20. November mit 23.648 Fällen erreicht worden. An Sonntagen und Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Die deutschen Gesundheitsämter meldeten zudem 147 neue Todesfälle binnen 24 Stunden. Vor genau einer Woche hatte dieser Wert bei 125 gelegen. Der bisherige Höchststand von 487 Todesfällen war am vergangenen Mittwoch erreicht worden. In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit SARS-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 18.919.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 1.183.655 nachgewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2 in Deutschland (Stand: 07.12., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 863.300 Menschen inzwischen genesen.

Der Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 1,10 (Vortag: 1,10). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 110 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Städte- und Gemeindebund zweifelt an Lockerungen über Feiertage

02:00 Uhr: Der Deutsche Städte- und Gemeindebund zweifelt wegen der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen an den geplanten Lockerungen von Kontaktbeschränkungen über die Feiertage.

"Wir werden in Deutschland insgesamt darüber sprechen müssen, ob die geplanten Lockerungen für Weihnachten und Silvester tatsächlich richtig sind. Sie werden unweigerlich zu weiteren Kontakten und zusätzlichen Reiseaktivitäten führen und stellen damit ein Risiko für einen Anstieg der Neuinfektionen dar. Daher sollte man abwarten, wie sich die Zahlen in den nächsten anderthalb Wochen entwickeln", sagte der Hauptgeschäftsführer des Kommunalverbandes, Gerd Landsberg, der "Rheinischen Post" (Montag).

Am Sonntag hatte Bayern seinen Kurs zur Kontaktbeschränkung deutlich verschärft. Lockerungen für die Weihnachtsfeiertage wurden auf den Zeitraum vom 23. bis 26. Dezember begrenzt, die für Silvester geplanten Lockerungen wurden gekippt. Der Präsenzunterricht für ältere Schüler wird ab kommenden Mittwoch eingeschränkt.

Ferner sollen ab Mittwoch landesweit strengere Ausgangsbeschränkungen und in Hotspots mit einer Inzidenz ab 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen auch zwischen 21:00 und 05:00 Uhr eine nächtliche Ausgangssperre gelten.

"Ob Ausgangsbeschränkungen für bestimmte Nachtzeiten ein wirksames Mittel sind, muss sich erst zeigen", sagte Landsberg. Er verwies darauf, dass auch in Bayern eine flächendeckende Kontrolle kaum möglich sein werde. Die anderen Maßnahmen hält Landsberg für sinnvoll.

Da in einigen Bundesländern, wie etwa in Bayern, die Hotspots zunähmen, sei es nachvollziehbar, dass die bayerische Staatsregierung die einschränkenden Maßnahmen verschärfe. "Wechselunterricht in den Schulen, eine verstärkte Maskenpflicht und Besuchsvorschriften für Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie das Vorschreiben von FFP2-Masken können dazu beitragen, die Zahl der Neuinfektionen zu reduzieren."

Organisatoren rechnen dank Corona-Impfstoffen mit normaler Fußball-WM

03:37 Uhr: Die Organisatoren der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar rechnen nach der schnellen Entwicklung von Corona-Impfstoffen mit der Ausrichtung eines ganz normalen Turniers. Die Einführung und die Verbreitung des Impfstoffs seien definitiv gute Nachrichten für Jedermann, sagte der Geschäftsführer des Organisationskomitees, Nasser Al-Khater der US-Nachrichtenagentur AP am Sonntag.

"Wir sind voller Hoffnung und freuen uns darauf, dass 2022 alles wirklich wieder komplett normal sein wird und freuen und darauf, Gastgeber für die Fans zu sein und eine normale und erfolgreiche Weltmeisterschaft auszurichten", erklärte er.

Zu Beginn der Corona-Pandemie sei man auch in Katar ernsthaft um die WM besorgt gewesen, insbesondere nachdem die Fußball-Europameisterschaft und auch die Olympischen Spiele ins Jahr 2021 verlegt wurden. Inzwischen aber sind die Gastgeber guter Dinge, dass die WM wie ursprünglich geplant und vor allem auch mit Zuschauern über die Bühne gehen kann. "Alle freuen sich darauf, zu einer Art Normalität im Leben und insbesondere im Sport zurückzukehren", sagte Al-Khater.

Coronakrise: Kanzleramtschef Helge Braun zeigt sich optimistisch, was den Impfstart anbelangt

Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) geht nicht davon aus, dass der Impfstoff gegen Corona noch in diesem Jahr in Deutschland verabreicht wird.

Kanzleramtsminister Braun rechnet mit Impfstart Anfang 2021

01:20 Uhr: Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) geht nicht davon aus, dass der Impfstoff gegen Corona noch in diesem Jahr in Deutschland verabreicht wird. "Ich rechne damit, dass das ganz früh im nächsten Jahr in den allerersten Tagen losgehen kann", sagte Braun am Sonntagabend im "Bild"-Talk "Die richtigen Fragen".

Nachdem Anfang Dezember mehrere Hersteller die Zulassung ihres Impfstoffs in der EU beantragt hatten, hatten sich in Deutschland Bund und Länder für einen möglichen Start erster Impfungen noch vor dem Jahreswechsel gewappnet. Am Samstag hatte allerdings auch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) von einem Anfang Januar anvisiertem Impfstart gesprochen.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur Ema will über das Vakzin der Mainzer Firma Biontech und des US-Konzerns Pfizer bis spätestens 29. Dezember, über das des US-Konzerns Moderna bis 12. Januar entscheiden. Großbritannien prescht vor und verimpft das Biontech-Serum BNT162b2 schon ab dieser Woche in 50 Krankenhäusern des nationalen Gesundheitsdienstes NHS.

Coronavirus: Gegenwind für Impf-Pläne der Bundesregierung

Die Bundesregierung will die Impfung gegen das Coronavirus per Verordnung regeln. Das ist Experten zufolge aber nicht der richtige Weg.

Verbände warnen vor sozialen Konflikten bei Corona-Impfungen

01:17 Uhr: Wohlfahrtsverbände warnen vor sozialen Konflikten und Ungleichheit bei den künftigen Corona-Schutzimpfungen. "Sobald es einen zugelassenen Impfstoff gibt, werden wir eine Verteilungsdebatte erleben", sagte der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Ulrich Schneider, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag).

Zuerst würden gesundheitliche Risikogruppen und medizinisches Personal geimpft, danach jene, "die die Wirtschaft am Laufen halten und als systemrelevant gelten". Wer aus gesellschaftlicher und ökonomischer Sicht als weniger wichtig angesehen werde, werde "hinten anstehen müssen". "Das wird natürlich zu Konflikten führen", warnte Schneider.

Es dürfe auch nicht sein, dass sich Reiche womöglich Wege suchten, um die Warteschlange beim Impfen zu umgehen, indem sie sich das Präparat gegen viel Geld im Ausland beschaffen. "Die Staaten dürfen die Steuerung des Impfstoffangebots nicht aus der Hand geben oder die Verteilung den Kräften des freien Marktes überlassen", forderte Schneider.

Auch der Präsident des Sozialverbands Deutschland (SoVD), Adolf Bauer, mahnte in den Funke-Zeitungen, es müsse "verhindert werden, dass diejenigen mit den größeren Ressourcen sich bevorzugten Zugang zu Impfungen verschaffen können und so eine Zwei-Klassen-Gesellschaft entsteht".

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Hygiene schützt: Die wichtigsten Regeln in der Corona-Zeit

Abstand halten, Hände waschen, Maske richtig verwenden - Hygiene ist das beste Mittel in der Coronakrise. Auch vor Erkältungs- und Grippeviren vermag sie uns zu schützen. Welche Regeln zum Alltag gehören und bei welchen Symptomen Sie lieber zu Hause bleiben sollten.

Corona-Pandemie sorgt für zahlreiche Wortschöpfungen

00:35 Uhr: Kein anderes Thema hat den Wortschatz in diesem Jahr so stark geprägt wie die Corona-Pandemie. Zu diesem Schluss kommt das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS) in Mannheim, wie eine Sprecherin zu den Erweiterungen des Wörterbuchs der Neologismen, also der neuen Wörter, am Montag mitteilte.

Etwa 1.000 neue Wörter und Wortverbindungen zu Corona hat das IDS in diesem Jahr demnach gesammelt. Auch Abstandsgebot, Aluhut und zweite Welle landeten neu in der Sammlung. Neben der Pandemie fanden auch andere Begriffe aus der Politik Eingang in das Wortschatz-Verzeichnis der Sprachforscher. Brexiteer und Remainer finden sich dort nun ebenso wie Reichsbürger und der Pegidist.

Alle Corona-Meldungen vom 6. Dezember zum Nachlesen finden Sie hier.

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Mit Material von dpa, afp, sid und apa.
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