Angela Merkel ruft dringend dazu auf, private Kontakte noch einmal deutlich zu reduzieren. 80 Prozent der Weihnachtsmärkte werden in diesem Jahr ausfallen und Frankreichs Gesundheitsminister zeigt sich vorsichtig optimistisch. Alle Infos zur Pandemie finden Sie hier in unserem Live-Ticker.

  • 20:40 Uhr: Bund und Länder appellieren: Kontakte weiter reduzieren
  • 17:30 Uhr: 14 Todesfälle nach Corona-Ausbruch in Berliner Pflegeheim
  • 15:56 Uhr: Anthony Fauci zu Corona-Impfstoff: "Besser wird es nicht"
  • 15:39 Uhr: Ungarn und Polen blockieren Beschluss für EU-Corona-Hilfen
  • 13:43 Uhr: 80 Prozent der Weihnachtsmärkte fallen in diesem Jahr aus

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Top-News: Bund und Länder appellieren: Kontakte weiter reduzieren

Bund und Länder haben sich darauf verständigt, für die nächsten Tage erst einmal keine weiteren Verbote und verbindlichen Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu erlassen. Auch die Schulen sollen weiter geöffnet bleiben. Nach einer Video-Konferenz riefen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten die Bürger am Montagabend aber dringend dazu auf, ihre privaten Kontakte noch einmal deutlich zu reduzieren.

Da die Infektionszahlen immer noch hoch seien, sollte jeder auf private Feiern verzichten und Zusammenkünfte mit Freunden und Bekannten auf einen festen weiteren Hausstand beschränken, heißt es im Beschluss von Bund und Ländern. "Jeder Kontakt, der nicht stattfindet, ist gut", sagte Merkel.

Am 25. November soll es weitere Beratungen und - wenn die Zahl der Infizierten und schwer Erkrankten bis dahin nicht stark gesunken ist - womöglich auch weitere verbindliche Einschränkungen geben.

Besonders gefährdete Menschen sollen künftig durch günstige FFP2-Masken vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus bewahrt werden. Über 65-Jährige und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen sollen insgesamt 15 dieser Masken gegen eine geringe Eigenbeteiligung erhalten können. Die Kosten übernimmt laut Beschluss der Bund.

"Ich habe wenig Hoffnung, dass Ende November alles wieder gut ist", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Man müsse die Maßnahmen deshalb "lieber verlängern statt vorzeitig abzubrechen". Seine Losung sei: "Im Zweifel müssen wir auf Sicherheit setzen."

Die Neuinfektions-Zahlen hätten zwar begonnen zu stagnieren, sagte Söder, aber: "Es reicht noch nicht." Ziel müsse sein, die Zahl Richtung 50 zu senken, um Infektionsketten nachverfolgen und ein diffuses Geschehen verhindern zu können.

Alle weiteren Corona-Meldungen des Tages im Überblick:

Kalifornien zieht Notbremse: Mehr als eine Million Corona-Infektionen

23:00 Uhr: Kalifornien führt wegen steigender Corona-Zahlen wieder härtere Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie ein. Der Staat müsse die Notbremse ziehen, sagte Gouverneur Gavin Newsom am Montag. Vergangene Woche hatte der bevölkerungsreichste Bundesstaat der USA die Schwelle von einer Million bekannten Corona-Infektionen überschritten. In Kalifornien leben 40 Millionen Menschen. Für gut 94 Prozent der Bevölkerung gelten nun wieder strikte Auflagen.

Bars und Fitnesseinrichtungen müssen schließen, Restaurants können nur im Freien servieren oder außer Haus verkaufen. Schulen dürfen nur Online-Unterricht geben. Der Staat an der Westküste hatte sehr früh Corona-Beschränkungen erlassen, diese in den vergangenen Monaten aber langsam gelockert. Weiterhin gilt, dass man in der Öffentlichkeit eine Mund-Nasen-Schutzmaske tragen muss.

Seit Ausbruch der Pandemie sind in Kalifornien nach Angaben des Gouverneursbüros mehr als 18.200 Menschen an einer Coronavirus-Infektion gestorben. Auf die Einwohnerzahl bezogen steht der Westküstenstaat aber besser dar als viele andere Bundesstaaten.

Biden warnt: Trumps Blockade könnte zu noch mehr Corona-Toten führen

22:45 Uhr: Wegen der Weigerung von Amtsinhaber Donald Trump, die Übergabe der Regierungsgeschäfte einzuleiten, könnten nach Ansicht des gewählten US-Präsidenten Joe Biden noch mehr Menschen nach einer Corona-Infektion sterben. Sein Team müsse zum Beispiel Zugang zu den Plänen bekommen, aus denen hervorgehe, wie mehr als 300 Millionen US-Amerikaner geimpft werden sollten, sagte der demokratische Politiker am Montag in seiner Heimatstadt Wilmington. "Das ist ein riesiges, riesiges Unterfangen", betonte Biden.

Der ehemalige Vizepräsident warnte: "Wenn wir uns nicht abstimmen, könnten mehr Menschen sterben." Wenn sein Team mit der Vorbereitung bis zur Amtseinführung am 20. Januar warten müsse, verzögere dies alles um einen oder um eineinhalb Monate. Deswegen sei es wichtig, dass die Abstimmung jetzt oder "so schnell wie möglich" stattfinde. Normalerweise beginnt das Verfahren zur Amtsübergabe in den USA nach der Wahl eines neuen Präsidenten sehr schnell.

Der Republikaner Trump weigert sich jedoch, den Wahlsieg des Demokraten anzuerkennen. Seine Regierung hat daher die gesetzlich vorgesehene geordnete Amtsübergabe noch nicht eingeleitet. Dadurch bekämen Biden und sein Team schon vor der Amtsübernahme Zugang zu Ministerien, Behörden und vertraulichen Informationen der Regierung. Die Übergangszeit von der Wahl bis zur Vereidigung beträgt mehr als zwei Monate.

Israels Corona-Kabinett billigt weitere Lockerungen

21:25 Uhr: Israels Corona-Kabinett hat weitere Lockerungen auf den Weg gebracht. Wie das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Montagabend mitteilte, dürfen fünfte und sechste Klassen am Dienstag nächster Woche in ihre Klassenräume zurückkehren. Eine Woche später sollen die elften und zwölften Klassen folgen. Dies gilt allerdings nur für Gegenden mit niedrigen Infektionszahlen - also für Orte, in denen die Corona-Ampel auf Grün oder Gelb steht. Dort dürfen auch Einkaufszentren unter Auflagen wieder öffnen.

Andererseits beschloss das Corona-Kabinett Verschärfungen für Gebiete mit hohen Infektionszahlen. So soll in Orten, in denen die Corona-Ampel auf Orange steht, wie in "roten" Orten künftig eine nächtliche Ausgangssperre gelten.

In dem Neun-Millionen-Einwohner-Land verlief die Pandemie zunächst milde, auch wegen eines strikten Kurses der Regierung. Nach Lockerungen nahmen die Fallzahlen jedoch massiv zu. Die Regierung verhängte einen zweiten landesweiten Lockdown, der am 18. September in Kraft trat. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen sank von mehr als 9.000 auf mehrere hundert - das Gesundheitsministerium vermeldete am Montag 617 Neuinfektionen. Mitte Oktober begann die Regierung mit Milderungen. Da die Infektionszahlen nicht weiter zurückgehen, wurden auch Rufe laut, keine weiteren Lockerungen zu machen.

Tschechische Regierung will Notstand verlängern

19:08 Uhr: In Tschechien soll der Corona-Notstand bis kurz vor Weihnachten verlängert werden. Dies kündigte Gesundheitsminister Jan Blatny nach einer Kabinettssitzung am Montagabend in Prag an. Die endgültige Entscheidung über eine Verlängerung bis zum 20. Dezember liegt beim Parlament. Es soll am Donnerstag beraten. Der Notstand gilt in dem EU-Mitgliedsland bereits seit Anfang Oktober. Bislang ist er nur bis Freitag dieser Woche terminiert.

Zudem beschloss die Regierung, dass die Kundenzahl in Geschäften auf eine Person je 15 Quadratmeter beschränkt werden soll. Die Verordnung tritt an diesem Mittwoch in Kraft. Einzelhandelsverbände warnten vor langen Warteschlangen vor Supermärkten. Aktuell dürfen nur Geschäfte des täglichen Bedarfs öffnen.

Tschechien ist besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen, obwohl sich eine Abflachung der Infektionskurve abzeichnet. Nach Angaben der EU-Gesundheitsagentur ECDC waren innerhalb von 14 Tagen statistisch 26,1 Todesfälle je 100.000 Einwohner zu verzeichnen. Das war der höchste Wert unter allen EU-Mitgliedstaaten.

Hotel- und Gaststättenverband droht mit Klage vor Verfassungsgericht

17:55 Uhr: Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga hat wegen der geplanten Änderungen des Infektionsschutzgesetzes mit einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht gedroht.

Mit den Änderungen werde eine neue Rechtsgrundlage für umfangreiche Schutzmaßnahmen in der Corona-Pandemie geschaffen. Diese bedeutet nach Auffassung des Verbands einen erheblichen Eingriff in die Grundrechte der betroffenen Gastwirte und Hoteliers.

"Es ist jedoch inkonsequent und unseres Erachtens verfassungswidrig, dass keine Entschädigung für diesen Fall für unsere Betriebe vorgesehen ist", sagte Dehoga-Präsident Guido Zöllick am Montag in Berlin. Sollte es keine entsprechenden Korrekturen geben, "werden wir für die Branche Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe einlegen."

14 Todesfälle nach Corona-Ausbruch in Berliner Pflegeheim

Nach dem Corona-Ausbruch in einem Alten- und Pflegeheim in Berlin hat sich die Zahl der Todesfälle nach Betreiberangaben erhöht. "14 positiv getestete Bewohner sind nach unserer Kenntnis leider verstorben", teilte eine Sprecherin der Betreiberfirma Kursana am Montagnachmittag mit.

Zuletzt waren zwölf Todesfälle bestätigt gewesen. "Nach wie vor sind 27 Bewohner sowie 17 Mitarbeiter positiv getestet", hieß es. Rund 100 Menschen lebten aktuell in der Einrichtung. Am Freitag waren 14 Bewohner in Krankenhäuser und andere Heime verlegt worden.

Zuvor war bekannt geworden, dass in dem Heim innerhalb von fünf Wochen zwölf coronainfizierte Menschen gestorben sind - die meisten im Krankenhaus. Nach Betreiberangaben hatten alle schwerwiegende Vorerkrankungen oder befanden sich in der Palliativphase.

Weiter hieß es, dass ab Mitte der Woche die Mitarbeiter vor Dienstantritt Corona-Schnelltests nutzen sollen.

Corona-Lage in Frankreich: Minister ist vorsichtig optimistisch

17:07 Uhr: Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran sieht Hinweise für eine Verbesserung der Corona-Lage im Land. "Auch wenn es Anzeichen für eine Besserung gibt, haben wir das Virus noch nicht besiegt", warnte Véran am Montag in der Nähe von Lyon.

Solange die Epidemie auf diesem Niveau sei, könne sich die Lage jederzeit wieder verschlechtern. Deshalb dürfe man jetzt nicht nachlassen. Zuvor hatte er sich im Interview mit Regionalzeitungen optimistisch gezeigt, dass Frankreich den Höhepunkt der Epidemie überschritten haben könnte.

In den vergangenen Tagen hatte sich die Zahl der Neuinfektionen auf hohem Niveau eingependelt - die Zirkulation des Virus im Land hat sich den Gesundheitsbehörden zufolge verlangsamt. Der Anteil der positiven Tests ging zurück.

Seit gut zwei Wochen gelten in Frankreich strenge Ausgangsbeschränkungen. Die Menschen dürfen nur mit einem Formular und triftigem Grund vor die Tür, Einzelhandel und Gastronomie sind geschlossen.

Ursula von der Leyen: Impfstoff-Vertrag mit Curevac abgeschlossen

16:28 Uhr: Die EU-Kommission hat mit der Tübinger Firma Curevac einen Vertrag über den Kauf von bis zu 405 Millionen Dosen Corona-Impfstoff vereinbart. Dies teilte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit.

Es handelt sich um den fünften Rahmenvertrag mit Pharmafirmen, die einen aussichtsreichen Impfstoff gegen das Coronavirus in der Entwicklung haben.

Curevac ist in der Testphase seines Impfstoffs noch nicht ganz so weit wie Moderna und der Konkurrent Biontech/Pfizer.

Von der Leyen betonte, noch sei nicht klar, welcher der Impfstoffe sich als sicher und wirksam herausstellen werde. Deshalb setze die EU-Kommission auf ein breites Portfolio. Nach der Zulassung würden die angekauften Mengen nach Bevölkerungsstärke an die EU-Staaten verteilt.

Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel verzögert sich

16:13 Uhr: Die für 16.00 Uhr anberaumte Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten verzögert sich. Nach zwei Wochen Teil-Lockdown werden sie am Mittwoch über weitere Maßnahmen beraten. Zusätzliche Einschränkungen stehen im Raum.

Anthony Fauci zu Corona-Impfstoff: "Besser wird es nicht"

15:56 Uhr: Der renommierte US-Immunologe und Corona-Experte Anthony Fauci hat begeistert auf Daten des US-Pharmaunternehmens Moderna für dessen Corona-Impfstoff reagiert. "Das sind offensichtlich sehr aufregende Ergebnisse", sagte Fauci nach Angaben des TV-Senders CNN. Moderna hatte am Montag mitgeteilt, dass Zwischenergebnisse eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent zeigten. "Besser wird es nicht - 94,5 Prozent sind wirklich hervorragend", so Fauci.

Seiner Einschätzung zufolge könnten die ersten Impfungen in den USA im Dezember bei Hochrisikogruppen beginnen, der breite Rest der Bevölkerung könnte eher ab Ende April dran sein. "Und das wird in den Mai, Juni und Juli hineingehen. Das wird ein paar Monate dauern."

Ungarn und Polen blockieren Beschluss für EU-Corona-Hilfen

15:39 Uhr: Der notwendige Beschluss für die milliardenschweren Corona-Hilfen der EU ist blockiert. Ungarn und Polen verhinderten am Montag aus Protest gegen ein neues Verfahren zur Ahndung von Verstößen gegen die Rechtsstaatlichkeit, dass der politische Entscheidungsprozess wie geplant fortgesetzt werden kann, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) von Diplomaten erfuhr.

Ärzte fordern OP-Stopp wegen Corona - "Die Zeit drängt"

Deutsche Klinikärzte fordern Krankenhäuser auf, verschiebbare OPs zu stoppen. Sowohl die Ärzteorganisation Marburger Bund als auch die intensivmedizinischen Fachgesellschaften kritisieren, dass sich viele Krankenhäuser nicht auf Corona-Patienten fokussieren - aus Umsatzgründen. (Teaserbild: imago images / Roland Mühlanger)

Corona-Ausbruch in Großfabrik für Einweghandschuhe in Malaysia

15:15 Uhr: Mehr als 13.000 Mitarbeiter eines der größten Unternehmen für Einweghandschuhe der Welt müssen nach einem massiven Corona-Ausbruch zwei Wochen lang in Quarantäne.

In der Firma "Top Glove" in Malaysia waren zuvor 200 Fälle bestätigt worden. Das Unternehmen werde aufgefordert, alle Arbeiter in allen Fabriken zu testen, sagte Verteidigungsminister Ismail Sabri Yaakob am Montag. Die Arbeiter hatten sich voraussichtlich in einer Gemeinschaftsunterkunft angesteckt.

Erst in der vergangenen Woche hatte die Firma mitgeteilt, die Ausbreitung des Virus unter der Belegschaft sei "weitgehend unter Kontrolle" und die Arbeit bleibe unberührt. Malaysische Fabriken produzieren rund 65 Prozent der weltweiten Gummi- und Einweghandschuhe für medizinischen Gebrauch.

Iran meldet erneut Höchstwerte an Corona-Toten und Neuinfektionen

14:28 Uhr: Die Zahlen der Corona-Toten und der Neuinfektionen im Iran haben neue Höchstwerte erreicht. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montag starben binnen nur eines Tages 486 Corona-Patienten.

Im gleichen Zeitraum wurden 13.053 Neuinfektionen registriert. Damit liege die Gesamtzahl der Corona-Toten im Land aktuell bei fast 42.000, die der Infizierten bei über 770.000, sagte Ministeriumssprecherin Sima Lari im Staatsfernsehen.

Die Fallzahlen dürften jedoch mehr als doppelt so hoch sein wie angegeben, weil es im Iran laut Gesundheitsexperten noch zu wenige Testmöglichkeiten gibt. Um die drastisch steigenden Corona-Fallzahlen zu stoppen, plant die Islamische Republik am nächsten Wochenende landesweit strenge und unbefristete Lockdowns einzuführen.

80 Prozent der Weihnachtsmärkte fallen in diesem Jahr aus

13:43 Uhr: Einen Weihnachtsmarktbummel wird es für die meisten Deutschen in diesem Jahr nicht geben. Knapp 80 Prozent der Märkte fallen nach einer Umfrage wegen der Corona-Seuche aus, bei weiteren 13 Prozent sei es unklar. Das teilte der Handelsverband Deutschland am Montag mit. Er erwartet schwerwiegende Folgen für die Läden.

"Weihnachtsmärkte sind ein wichtiger Faktor, um die Kunden in die Fußgängerzonen und Stadtzentren zu bringen." Falle dieser Anlass nahezu flächendeckend weg, bedeute das einen schweren Schlag für den Innenstadthandel. Er mache im November und Dezember üblicherweise ein Viertel seines Jahresumsatzes.

Sieben Prozent der Märkte finden statt, wie die Umfrage unter 1400 Vertretern von Stadtverwaltungen, Standortinitiativen sowie Vereinen und Handel ergab. Beteiligt daran waren auch die Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland und eine Beratungsfirma.

Der Verband forderte erneut mehr Hilfe für Einzelhändler. Wegen der geringen Gewinnspannen stehe ein Händler faktisch schon vor der Insolvenz, wenn er 20 Prozent seines Umsatzes einbüße.

US-Konzern Moderna legt ebenfalls positive Daten zu Corona-Impfstoff vor

13:08 Uhr: Mit dem US-Pharmakonzern Moderna hat ein weiterer für Europa relevanter Hersteller vielversprechende Daten für seinen Corona-Impfstoff vorgelegt. Der Impfstoff habe eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent, hieß es in einer Mitteilung von Moderna am Montag.

Zudem wurde bekannt, dass die Europäische Arzneimittel-Agentur Ema ein sogenanntes Rolling-Review-Verfahren zu dem Moderna-Impfstoff beginnt, das eine vergleichsweise rasche Zulassung zum Ziel hat.

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3.500 COVID-19-Fälle auf Intensivstationen - 20 Prozent mehr als bei erster Welle

12:24 Uhr: Auf den Intensivstationen in Deutschland werden derzeit nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft 3.500 COVID-19-Patienten behandelt. Dies seien 20 Prozent mehr als bei der ersten Welle im Frühjahr, sagte Gerald Gaß, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, am Montag bei der Eröffnung des 43. Krankenhaustages in Düsseldorf. Auf den normalen Stationen der Kliniken befänden sich derzeit 15.000 COVID-19-Patienten. Annährend 2.000 Patienten müssen invasiv beatmet werden, wie aus Daten des DIVI-Intensivregisters von Sonntag hervorgeht.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dankte den Beschäftigten in den Krankenhäusern. Diese leisteten seit Monaten einen "enormen Einsatz", sagte Spahn in einem aufgezeichneten Grußwort. Zudem appellierte er an die Geschlossenheit der Gesellschaft. Diese Geschlossenheit "haben wir im Frühjahr bewiesen und müssen wir im November noch einmal zeigen". Es gebe die Chance, "die Kurve gemeinsam zu drücken".

Japan und IOC: Olympische Spiele in Tokio werden stattfinden

11:58 Uhr: Die wegen der Corona-Pandemie auf den Sommer 2021 verlegten Olympischen Spiele in Tokio sollen wie geplant ausgetragen werden. Darauf verständigte sich der Chef des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Thomas Bach, am Montag mit dem japanischen Ministerpräsidenten Yoshihide Suga in Tokio.

Er sei entschlossen, die Spiele im kommenden Jahr in der Hauptstadt seines Landes auszurichten, sagte Suga laut örtlichen Medien. Bach dankte Suga für dessen Engagement, die Spiele auszurichten. Sie sollten zu einem Symbol für Solidarität in der Nach-Corona-Ära werden, sagte Bach.

"Die Botschaft, die ich nach Tokio und Japan mitbringen will, ist, dass wir mit aller Kraft eine sichere Austragung der Spiele anstreben", hatte Bach vor seiner Abreise nach Japan gesagt. Eine endgültige Olympia-Absage schloss er aus. In Tokio zeigte er sich zuversichtlich, dass die Spiele nicht ohne Zuschauer stattfinden.

Polizei löst illegales Turnier mit Nachwuchskickern mehrerer Bundesligavereine auf

10:50 Uhr: In Oberhausen hat die Polizei ein illegales Fußballturnier mit annähernd hundert Teilnehmern aufgelöst. Auf einer Sportanlage in der nordrhein-westfälischen Großstadt hatten sich am Sonntag Mannschaften aus mehreren Städten getroffen, um zu trainieren.

Der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" zufolge sollen Nachwuchsspieler und Betreuer unter anderem der Vereine Rot-Weiß Oberhausen, MSV Duisburg, Borussia Mönchengladbach, Schalke 04, Bayer Leverkusen und VfL Bochum auf dem Sportplatz gewesen sein.

Ein Nachbar habe die Polizei über die Verstöße gegen die aktuelle Corona-Schutzverordnung aufmerksam gemacht, erklärt der Turnerbund Oberhausen auf seiner Facebook-Seite. Beim Eintreffen der Beamten seien die jugendlichen Fußballer mit ihren Sachen über die Zäune geflüchtet.

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60 Prozent der Eltern durch Mehrbelastung in Coronakrise gestresst

09:47 Uhr: Durch die Mehrbelastung in der Coronakrise fühlen sich einer Umfrage zufolge 60 Prozent der Eltern gestresst. Bei besonders hohen Belastungen in Familie, Beruf und Haushalt reagieren mit 67 Prozent zwei Drittel gereizt und mit 45 Prozent fast die Hälfte übermüdet, wie eine am Montag veröffentlichte Forsa-Umfrage in Elternhaushalten für die Minijobzentrale zeigt. Die Ergebnisse lagen den Zeitungen der Funke Mediengruppe vor.

Rund 42 Prozent der Befragten reagieren demnach nervös auf die Mehrbelastung in Coronazeiten, mit 31 Prozent ist jeder Dritte ist unkonzentriert. Jeder Dritte berichtet darüber hinaus von körperlichen Belastungen wie Kopfschmerzen.

Durch die stärkeren Anforderungen fühlt sich gut jeder zweite Befragte einem erhöhten Druck ausgesetzt. 45 Prozent würden durch Sorgen und Ängste gequält. Dabei empfinden vor allem Eltern unter 35 Jahren überdurchschnittlich viel Stress, wie die Umfrage weiter zeigt.

Biontech-Gründer Sahin rechnet mit Rückkehr zum Normalzustand bis Ende 2021

08:05 Uhr: Der Mitgründer des Impfstoffentwicklers Biontech, Ugur Sahin, rechnet mit einer Rückkehr zur Normalität bis Winter 2021. Dafür sei es aber "absolut essentiell", eine hohe Impfquote gegen das Coronavirus vor dem Herbst zu erreichen, sagte er am Sonntag dem britischen Fernsehsender BBC. Er sei aber optimistisch, dass dies gelingen könnte.

Der von Biontech und dem US-Pharmariesen Pfizer entwickelte Impfstoff ist einer der Hoffnungsträger im Kampf gegen die Pandemie.

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Hamburgs Regierungschef fordert Verbot von Großdemos in Innenstädten

Demonstration der Querdenken-Bewegung gegen die Anti-Corona-Maßnahmen der Bundesregierung am 7. November in Leipzig - ohne Abstand, ohne Mund-Nasen-Schutz.

06:51 Uhr: Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher fordert während der Coronakrise ein Verbot großer Demonstrationen wie zuletzt die "Querdenker"-Versammlung in der Leipziger Innenstadt. "Demonstrationen mit Tausenden Teilnehmern, die auf engen Straßen und Plätzen zusammenkommen, sollten unter den derzeit schwierigen Pandemiebedingungen nicht genehmigt werden", sagte der SPD-Politiker der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

Bei Versammlungen jeglicher Art müsse außerdem auf ausreichenden Abstand und das Tragen von Masken geachtet werden. Bei Nichteinhaltung müssten Polizei und Ordnungskräfte "konsequent dagegen vorgehen und die Versammlungen auflösen", sagte Tschentscher vor der Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag.

Am Samstag vor einer Woche war in der Leipziger Innenstadt eine Demonstration der "Querdenken"-Bewegung gegen die Corona-Restriktionen eskaliert. Bei der Versammlung mit rund 20.000 Teilnehmern gab es zahlreiche Verstöße gegen die Auflagen zum Infektionsschutz. Darüber hinaus kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, nachdem die Polizei die Demonstration wegen der Verstöße gegen die Corona-Regeln vorzeitig aufgelöst hatte. Auch am vergangenen Samstag fanden in mehreren Städten erneut Demos der "Querdenken"-Bewegung statt.

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Hygiene schützt: Die wichtigsten Regeln in der Corona-Zeit

Abstand halten, Hände waschen, Maske richtig verwenden - Hygiene ist das beste Mittel in der Coronakrise. Auch vor Erkältungs- und Grippeviren vermag sie uns zu schützen. Welche Regeln zum Alltag gehören und bei welchen Symptomen Sie lieber zu Hause bleiben sollten.

Mehr als 10.000 Corona-Neuinfektionen

06:15 Uhr: In Deutschland sind mehr als 10.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Montagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 10.824 neue Ansteckungsfälle innerhalb eines Tages erfasst. Am Vortag waren es knapp 17.000 Neuinfektionen gewesen.

Da am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten übermitteln, liegen die Fallzahlen des RKI sonntags und montags in der Regel niedriger als an anderen Wochentagen.

Im Vergleich zur Vorwoche verzeichnete das RKI allerdings einen deutlichen Rückgang der Ansteckungszahlen: Vergangenen Montag wurden 13.363 Fälle gemeldet.

Insgesamt wurden seit dem Beginn der Pandemie in Deutschland laut den jüngsten Zahlen des Instituts 801.327 Infektionsfälle registriert. Die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus in Zusammenhang stehenden Todesfälle stieg demnach bundesweit auf 12.547 - dies waren 62 mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen lag bei rund 515.200.

Lauterbach: Corona-Quarantäne auf Zweitkontakte ausdehnen

06:02 Uhr: SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach fordert vor den Corona-Beratungen zwischen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Länderchefs eine Ausweitung der Quarantäne-Regeln. "Bislang müssen nur die Erstkontakte von Infizierten in Quarantäne. So kommen wir nicht weiter", sagte der Mediziner der "Rheinischen Post".

Künftig sollten aus seiner Sicht auch die Zweitkontakte in Quarantäne. "Tritt zum Beispiel in einer Klasse ein Infektionsfall auf, sollten künftig sofort alle Mitschüler sowie deren Eltern für fünf Tage in Quarantäne gehen, bis danach ein Negativtest vorliegt", sagte Lauterbach.

Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder schalten sich am Montagnachmittag über Video zusammen, um über das weitere Vorgehen in der Krise zu beraten.

Gut die Hälfte der COVID-19-Erkrankten ist wochenlang müde

05:32 Uhr: Anhaltende Müdigkeit ist für viele Menschen nach überstandener COVID-19-Erkrankung ein Problem. In einer Studie mit knapp 130 Teilnehmern klagte mehr als die Hälfte der ehemaligen Patienten noch Wochen später über Müdigkeitssymptome. Das berichten irische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift "Plos One". Ob jemand schwer erkrankt mit COVID-19 im Krankenhaus behandelt werden musste oder nicht, spielt den Forschern zufolge keine wesentliche Rolle für die nachfolgende Müdigkeit. Knapp 56 Prozent der Studienteilnehmer waren mit COVID-19 stationär behandelt worden.

Gut 52 Prozent der 128 Teilnehmer, die zum Zeitpunkt der Untersuchung alle die akute Krankheitsphase überstanden hatten, zeigte mindestens sechs Wochen nach der Infektion noch Müdigkeitssymptome, bei vielen war dies sogar noch nach zehn Wochen oder mehr der Fall. Gut 42 Prozent gaben nach dieser Zeit an, sich wieder vollständig gesund zu fühlen.

"Die Studie betont die Belastungen durch Post-Covid-Müdigkeit. Sie zeigt auch, dass Post-COVID-Müdigkeit nicht in Verbindung zur Schwere der Erkrankung steht", sagte Liam Townsend vom Trinity College Dublin, der die Untersuchung mit mehreren Kollegen durchgeführt hat. "Daher ist es nicht leicht, Verläufe vorherzusagen."

Ärztepräsident gegen Einsatz von infiziertem Gesundheitspersonal

05:27 Uhr: Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat sich gegen den Einsatz von medizinischem Personal mit einer Corona-Infektion ausgesprochen. "Coronainfizierte Ärzte gehören in Quarantäne und nicht ans Krankenbett", sagte Reinhardt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Der Einsatz auch von symptomfreien positiv getesteten Beschäftigten in der Patientenversorgung wäre für die Mitarbeiter enorm belastend und mit einem erheblichen Aufwand verbunden. "Wir sollten alles dafür tun, dass uns solche letzten Maßnahmen zur Abwendung einer Versorgungsnotlage auf den Intensivstationen erspart bleiben."

Ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi hatte am Freitag der dpa gesagt, es seien nicht mehr nur Einzelfälle, in denen coronainfizierte Pflegekräfte in Deutschland zur Arbeit müssten. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte zuvor gesagt, dies sei in Ausnahmefällen vorgekommen. Beim RKI heißt es zu infiziertem Personal: "In absoluten Ausnahmefällen ist die Versorgung nur von COVID-19-Patientinnen und -Patienten denkbar."

Alle Corona-Meldungen vom 15. November zum Nachlesen finden Sie hier.

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Mit Material von dpa, afp, sid und apa.