Die Coronakrise hat unser Leben weiterhin fest im Griff. Doch für viele bleibt die Pandemie etwas Abstraktes, nicht Greifbares. Darum möchten wir die Geschichten derjenigen erzählen, die wir durch COVID-19 verloren haben - und gemeinsam an die Verstorbenen erinnern.


Liebe Leserinnen, liebe Leser,


vor über einem Jahr hat das Coronavirus die Welt in einen Ausnahmezustand gestürzt. Viele Auswirkungen dieser Pandemie spüren wir in unserem täglichen Leben. Wir tragen Masken, dürfen liebe Menschen nicht umarmen, nicht auf Konzerte oder ins Kino gehen - und wir versuchen, zwischen Homeoffice und Homeschooling die Fassung nicht zu verlieren (was uns manchmal besser und manchmal schlechter gelingt).

Und doch bleiben das Coronavirus und auch die Krankheit COVID-19 für viele Menschen eher abstrakt. Jeden Morgen checken wir die täglichen Zahlen des Robert-Koch-Instituts zu Inzidenzwerten, Neuinfektionen und Todesfällen - und doch sind all das eben nur Zahlen.

Die Schicksale hinter diesen Zahlen sind nur für diejenigen greifbar, die sie direkt erleben, die direkt betroffen sind; die in Trauer zurückbleiben, weil sie geliebte Menschen verloren haben.

Wir möchten den Zahlen ein Gesicht geben, das Abstrakte greifbar machen. Wir wollen die Geschichten der Menschen erzählen, die von uns gegangen sind. Und die Geschichten der Menschen, die sie hinterlassen. Um gemeinsam der Verstorbenen zu gedenken.

Haben Sie jemanden an oder mit Corona verloren und möchten uns und unseren Leserinnen und Lesern davon erzählen?

Unter "Kontakt in die Redaktion" können Sie uns bis zum 31.03.2021 Ihre Texte schicken.

Bitte beachten Sie: Wir werden eine Auswahl der Texte treffen müssen, die wir veröffentlichen - wir hoffen, Sie haben dafür Verständnis. Wir werden alle Einsendungen gründlich sichten und melden uns bei Ihnen, bevor wir Ihren Beitrag auf unserem Portal publizieren. Wir möchten in diesem Fall gerne ein Telefonat mit Ihnen führen, um mit Ihnen über Ihre Geschichte zu sprechen und weitere Details der Veröffentlichung abzuklären. Ihren Text werden wir gegebenenfalls kürzen oder redaktionell bearbeiten - und eventuell auch um Aspekte ergänzen, die Sie uns am Telefon erzählen, sofern Sie damit einverstanden sind.

Ob Sie uns vom Leben und Tod der Verstorbenen berichten möchten, oder ob Ihre eigene Trauer und Ihre Gefühle im Vordergrund der Erzählung stehen, bleibt dabei ganz Ihnen überlassen. Wir planen, zum 18. April dieses Jahres eine Auswahl Ihrer Geschichten auf unserem Portal zu veröffentlichen - an diesem Tag soll in Deutschland die nationale Gedenkfeier für die Toten der Corona-Pandemie stattfinden.

Mit Ihren Geschichten möchten wir zu diesem Anlass gemeinsam an die Verstorbenen erinnern und sie in all ihren Facetten als das zeigen, was sie waren: Menschen - und nicht einfach nur Zahlen.


Ihre Redaktion